Münsteraner

Alte Hunde – Alterserscheinungen bei Hunden

Wenn man sich einen Hund im Welpenalter anschafft, denkt man natürlich erst einmal nicht daran, dass der Hund auch alt wird. Natürlich wünschen wir uns alle ein langes gemeinsames Leben mit unseren treuen Pfoten. Aber ab wann ist mein Hund alt? Was heißt es alte Hunde zu umsorgen und zu verpflegen? Und vor allem wie erkenne ich die ersten Alterserscheinungen bei Hunden?

Wie bei uns Menschen, treten auch bei unseren Hunden altersbedingt Erkrankungen auf, die behandelt werden müssen. Damit alte Hunde ihren Lebensabend genießen können, sollten Sie regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen ab einem gewissen Alter machen lassen.

Alte Hunde – Mögliche Alterserscheinungen bei Hunden können folgende Anzeichen sein:

–          Steifheit und Lahmheit

–          Starkes Hecheln

–          Beschwerden beim Treppensteigen

–          Beschwerden beim Aufstehen

–          Beeinträchtigung der Bewegungsfreude

–          Vermehrte Flüssigkeitszunahme

–          Verwirrungszustände und Orientierungsprobleme

–          Zittern und Krämpfe

–          Vermehrtes bzw. übermäßiges Bellen

–          Veränderter Appetit

–          Nachlassen der Begrüßungsfreude

–          Vermehrtes Wasserlassen

–          Unsauberkeit

–          Haut und Fell verändern sich

–          Gewichtszunahme oder Gewichtsabnahme

–          Die Sehkraft lässt nach

–          Das Gehör und der Geruchssinn werden schlechter

–          Das Gebiss wird schlechter

All dies können Anzeichen von Alterserscheinungen bei Hunden sein. Wenn Ihnen bei Ihrem Hund solche Alterserscheinungen auffallen, kontaktieren Sie umgehend Ihren Tierarzt. Denn bei frühzeitiger Erkennung von Krankheiten, kann Ihrem alten Hund mit Medikamenten oder Therapien geholfen werden.

Kontrollieren Sie regelmäßig, Ohren, Augen, Fell, Maul, Pfoten, Nase usw. Denn nur Sie kennen Ihren Hund am besten und können dadurch Veränderungen leichter erkennen.

Alte Hunde – Ab wann ist mein Hund alt?

Wichtig für jeden Hundebesitzer ist es zu erkennen: „Ab wann ist mein Hund alt?“  Der Zeitpunkt zu altern ist von den verschiedenen Hunderassen abhängig. So altern Hunde großer Rassen schneller als Hunde kleiner Rassen. Hier mal eine kleine Übersicht, wann ein Hund zu altern beginnt:

  • Kleine Hunde bis 10 kg und mittelgroße Hunde zwischen 10-25 kg: ca. ab dem 7. Lebensjahr
  • Große Hunde 25-40 kg: ca. ab dem 6. Lebensjahr
  • Sehr große Hunde über 40 kg: ca. ab dem 5. Lebensjahr
  • Alte Hunde – Wie alt ist mein Hund?

Es gibt eine alte, vereinfachende Faustregel, die besagt, dass 1 Hundejahr 7 Menschenjahren entspricht. Allerdings trifft die nicht immer zu. Wie alt mein Hund ist, ist immer auch von der Größe und von dem Gewicht des Hundes abhängig. Hier finden Sie noch eine kleine Alterstabelle-Hunde.

Alter Hund – na und?

In diesem Video mit der bekannten Tierärztin Viviane Theby geht es inhaltlich um alternde und alte Hunde. Es werden ausführlich  Merkmale und Kennzeichen, an denen man den Alterungsprozess erkennt, beschrieben, wie z. B. schlechtes Sehen und Hören oder z. B. Inkontinenz.

Alte Hunde umsorgen und verpflegen

Was heißt es alte Hunde zu umsorgen und zu pflegen? Zunächst sollten Sie sich Gedanken über eine Futterumstellung machen. Alte Hunde benötigen z. B. 1/3 weniger Energie als Ihre jungen Kameraden. Dann sollten Sie die Futterrationen z. B. auf 3 Mahlzeiten am Tag verteilen. Alte Hunde haben nicht mehr so einen leistungsfähigen Verdauungstrakt.

Alte Hunde – Hochwertiges Futter

Für alte Hunde verwenden Sie hochwertiges Futter was leicht verdaulich ist. Achten Sie darauf, dass hochwertiges Futter nur mit leicht verdaulichem Eiweiß wie z. B. vom Fisch, Geflügel oder Ei versetzt ist. Für zusätzliche Ballaststoffe gegen zunehmende Darmträgheit können Sie z. B. Obst, Gemüse oder Weizenkleie verwenden.

Alte Hunde – Mineralien und Vitamine

Für alte Hunde könnte der Bedarf an einigen Vitaminen ansteigen. Mineralstoffe werden im Alter nicht mehr so stark benötigt. Hochwertige Futtersorten gleichen den Mineral- und Vitaminhaushalt aber aus. Damit alte Hunde die bestmögliche Versorgung an Mineralien und Vitaminen erhalten, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über die Angelegenheit.

Alte Hunde – Diätfutter

Manchmal benötigen alte Hunde ein spezielles Diätfutter, wenn z. B. bestimmte Blutwerte nicht stimmen. Hier kann Ihnen ihr Tierarzt weiterhelfen.

Alte Hunde – Spaziergang

Gestalten Sie Ihren Spaziergang etwas anders. Alte Hunde können vielleicht nicht mehr am Stück 1-2 Std. laufen. Gehen Sie dafür 2-3 kleinere Runden am Tag mit ihm.

Alte Hunde – mehr Streicheleinheiten

Alte Hunde benötigen im Alter mehr Zuwendung. So kann es z. B. sein, dass ein Hund, der in jungen Jahren weniger Schmuseeinheiten eingefordert hat im Alter mehr Kontakt bzw. mehr Streicheleinheiten benötigt.

Grundsätzlich problematisch ist es, seinen Hund über einen längeren Zeitraum allein zu lassen. Überschreitet die Zeitspanne 4 – 5 Stunden, kann man von Tierquälerei sprechen. Ältere Hunde sind, was das Alleinlassen anbelangt, sehr sensibel. Bedenken Sie, dass Hunde Rudeltiere sind und sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund nicht unter Trennungsangst leiden muss.

Eine interessante Erfahrung, die wir im Zusammenleben mit unseren Hunden gemacht haben, ist die, dass alte Hunde auch Heimweh bekommen können. Das war im vergangenen Dänemark Urlaub völlig neu und auch überraschend für uns.
Natürlich können auch jüngere Hunde Probleme mit unseren Wünschen und Vorstellungen entwickeln (den Urlaub betreffend).

Wussten Sie, dass Demenz bei Hunden häufiger vorkommt, als gemeinhin angenommen? Wissen Sie auch, welche Hilfen Ihr Hund benötigt, um mit einer solchen Erkrankung klarzukommen?

Hund-Urlaub

 

 

 

 

 

 

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