Viele Hundebesitzer haben es schon erlebt, dass der eigene Hund, nach einem erfüllten und langen Leben eingeschläfert werden musste. Der Hund ist für viele ein Kinderersatz und ein festes Familienmitglied. Deshalb ist es für einen Hundebesitzer ein schwerer Schicksalsschlag, wenn der Hund über die Regenbogenbrücke geht. Aber wie geht man damit um? Darf man um seinen Hund trauern? Wie wird man mit der Situation fertig?
Es gibt viele Möglichkeiten um zu Trauern. Manchmal ist die Trauer um den Hund sehr intensiv und kann auch lange dauern. Menschen, die keine Hunde haben belächeln dies oft. Sprüche wie „Das ist doch nur ein Hund gewesen“ sind keine Seltenheit. Lassen Sie sich nicht davon beeinflussen, wären Sie sich nicht gegen das Gefühl der Trauer. Akzeptieren Sie die Traurigkeit, manchmal dauert es Tage, manchmal sind es auch Wochen, die man um seinen Hund trauert. Aber dies ist völlig normal. Es gibt keine Vorgaben wie lange Trauer dauern darf.
Schritt für Schritt durch die Trauer
Schritt 1: Alles nur ein böser Traum
Man glaubt es ist nur ein böser Traum und der geliebte Vierbeiner kommt gleich um die Ecke gelaufen. Man weiß, dass der Tag irgendwann kommen wird an dem der Hund einen verlässt. Aber wenn er da ist, ist alles so unrealistisch.
Schritt 2: Ich bin Schuld
Hier kommen oft verschiedenartige und heftige Gefühlswallung auf: Angst, Schuldgefühle, Schmerz und Sehnsucht. Man macht sich Vorwürfe, ob man nicht irgendetwas hätte merken müssen oder ob man mit seinem Hund einmal mehr zum Tierarzt hätte gehen müssen. Aber auch diese Selbstvorwürfe sind in der 2. Phase der Trauer um den Hunde nicht ungewöhnlich. Wenn man in dieser Phase seine Gefühle und Trauer unterdrückt, kann sie doppelt so lange dauern wie anders. Viele Hundebesitzer berichten hier auch von Schlafstörungen.
Schritt 3: In Gedanken bist Du immer bei mir
In der Phase beschäftigt man sich sehr intensiv mit dem Schicksalsschlag, mit dem Verlust seines Hundes. Man zieht sich oft zurück und ist mit sich und seinem Verlust beschäftigt. Man denkt oft an seinen Hund in dieser Zeit. In dieser Phase kann es auch sein, dass einem selbst der geliebte Partner zu viel wird. Man möchte einfach nur allein sein. Der Hund ist ständig in den Gedanken aber irgendwann kommt die Realität langsam wieder in das Bewusstsein.
Schritt 4: Loslassen und der Neubeginn
In dieser Phase realisiert man langsam den Tod des Hundes. Man macht sich klar, dass der geliebte Hund, mit dem man einen großen Lebensabschnitt zurückgelegt hat über die Regenbogenbrücke gegangen ist. Und dass es ihm dort gut geht. Diese Einsicht erlaubt es dem Trauernden sich langsam wieder auf die Welt und andere Menschen zu zugehen.
Manche Hundebesitzer können nach dieser Zeit wieder einen Hund zu sich holen. Andere Hundebesitzer haben große Angst vor der erneuten Hundehaltung und die damit verbundene Liebe und Treue, die man an seinen Hund gibt, mit Trauer und Verlust bezahlen zu müssen. Diese Menschen werden sich wahrscheinlich nie wieder einen Hund anschaffen.
Diese 4 Schritte der Trauer werden von jedem Menschen durchlaufen. Nur die Intensität bzw. die Dauer der Trauer um den Hund ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.
Lassen Sie die Trauer um den Hund zu und achten Sie nicht auf die Menschen, die von Hunden und dessen Beziehung, die man zu so einem Tier aufbaut, keine Ahnung haben.