Urlaub mit Hund – keine schöne Zeit…

Hund im Urlaub

Urlaubszeit, schöne Zeit?

… nur nicht für manche Mitmenschen und für unseren Vierbeiner. Für ihn beginnt die Leidenszeit: Urlaub = Autofahrt = Reisekrankheit. Viele von uns Hundebesitzern kennen die Symptome:
Unruhe, Speicheln und Hecheln, im Laufe der Reise kann es beim Hund zum Erbrechen kommen.
Ursachen für die Reisekrankheit liegen in den widersprüchliche Informationen der Sinnesorgane zur räumlichen Lage einerseits und Bewegung des Körpers andererseits, sie lösen ein Fehlersignal im Hirnstamm aus. Das Schaukeln des Autos (z. B. Stop- and Go im Autobahnstau) tut ein Übriges, das Tier ist nicht in der Lage, sich schnell auf wechselnde Situationen einzustellen und entwickelt irrationale Angstzustände.
Wir kennen die Ursachen, wir kennen die Symptome, aber was tut man als verantwortungsvoller Hundebesitzer, um seinem Vierbeiner diese Leiden zu ersparen oder doch wenigstens etwas zu mildern?

Vierbeiner im Urlaub

Es ist ratsam, schon mit Welpen das Autofahren langsam zu trainieren. Sinn und Zweck der Übungen sollte sein, dem Hund eventuell vorhandene Ängste vor dem Fahrzeug zu nehmen:
Im stehenden Fahrzeug wird er daran gewöhnt, im Auto zu bleiben, möglichst ohne etwas zu sehen.
Für den Anfang hält er sich nur kurz aber regelmäßig im Auto auf.
Der nächste Schritt ist das Fahren – erst kurze, langsame Fahrten, dann dürfen die Fahrstrecken auch Kurven enthalten (viel Lob für das Durchhalten des Hundes). Die Länge der Strecke und das Tempo steigern sich kontinuierlich und der Hund lernt durch das Loben wie positiv Autofahren sein kann.
Grundsätzlich sollte mindestens 3 Stunden vor dem Autofahren nichts mehr gefüttert werden, auch ein “autofester” Hund neigt zum Erbrechen, wenn er einen vollen Magen hat. Bremsmanöver während der Fahrt sollten möglichst vermieden werden und jeder Schritt muss so oft wiederholt werden, bis der Hund ihn völlig ruhig und frei von Übelkeitserscheinungen akzeptiert.
Pflanzliche Präparate zur Beruhigung wie Baldrian oder Medikamente zur Entspannung (Paspertin) unterstützen erfahrungsgemäß das Training und sind frei von Nebenwirkungen. Die Reisekrankheit ist auch durch die beruhigende und angstlösende Wirkung einiger Kräuter beeinflussbar. So wird Ingwer seit langem eingesetzt, wenn eine Neigung zur Reisekrankheit besteht. Kamilleblüten dienen der Pflege von Magen und Schleimhaut und das Johannisbrotkernmehl unterstützt durch das starke Quellvermögen die Magenschonung, so dass Würgereiz und Erbrechen gemindert werden können. Magnesium ist ein Mineralstoff, der im Organismus eine wichtige Rolle bei der Erregung von Nerven- und Muskelzellen spielt. Ein Mangel dieses Mineralstoffes verstärkt die innere Unruhe. Bei Stress benötigt der Körper des Tieres Magnesium.

Urlaub mit Hund
Urlaubszeit – schöne Zeit?

Was aber, wenn der Hund weiterhin Angst vor Autofahrten hat, und wenn ihn während der Reise Übelkeit und Erbrechen plagen? Hier gibt es einen relativ neuen Lösungsansatz. Denn in der Tierarztpraxis ist ein so genanntes Pheromon erhältlich, das in Form eines Sprays einfach auf die Decke, in den Transportkorb oder den Kofferraum gesprüht werden kann.
Dieses D. A. P. – Spray kopiert exakt den Geruchsstoff, den Muttertiere produzieren, um ihren Welpen Geborgenheit und Sicherheit zu vermitteln. Das Spray richtet sich damit direkt an das Unterbewusstsein des Hundes und verankert dort Vertrauen und Entspannung. Dies wiederum unterbricht den anhaltenden Teufelskreis aus Angst, Übelkeit und Erbrechen, der in neuesten wissenschaftlichen Studien als Ursache für Reisekrankheit bei Hunden nachgewiesen wurde. Das Problem wird durch das Pheromon also direkt an der Wurzel des Übels behoben.
Der entkrampften Reise mit dem geliebten Vierbeiner steht dann nichts mehr im Wege. Als Alternative zum Spray gibt es übrigens ein Halsband, in das der Duftstoff integriert ist. Ein Erfahrungsbericht zu diesem Thema folgt.

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