ᐅ Golden Retriever und Erziehung

Golden-Retriever

Golden Retriever oder was?

Heute möchte ich über die Erziehung unseres Golden Retrievers bzw.Golden Retriever allgemein erzählen.
Als wir uns damals entschieden haben uns einen Hund zuzulegen, ging es erst einmal um die Rasse. Welche Rasse ist da nur die Richtige? Nach etlichen Stunden Internetrecherche und wälzen von Rassebüchern, haben wir uns für den Golden Retriever entschieden. In den meisten Büchern wird der Golden Retriever als 1-A-Familienhund, toller Hund für Anfänger und leicht erziehbar beschrieben.  Genau so einen Hund wollten wir haben, leicht erziehbar,

Mozart – unser Goldy Rüde

Familienhund

Familienhund, ruhig in der Wohnung usw. Gesagt getan, nach dem wir uns bei verschiedenen Profi- und Hobbyzüchtern erkundigt hatten, kam der Tag an dem unser Golden Retriever Rüde bei uns einzog. Dieses süße Fellknäul mit seinen schwarzen Knopfaugen, seiner schwarzen Nase und seinem hellem Plüschfell konnten wir ja so wirklich gar nichts abschlagen….

Und genau dass ist das Problem. Wie uns, ging es bzw. geht es sicherlich vielen anderen Golden Retriever Besitzern auch so. Und deshalb möchte ich hier ein für alle mal mit diesen super Gerüchten wie, leicht erziehbar, toller Hund für Anfänger usw. aufräumen.

Zunächst möchte ich über die Ursprünge des Golden Retriever erzählen, denn hier wird sehr schnell klar, dass es eben kein Anfängerhund ist.

Erziehung Golden Retriever

Der Golden Retriever wurde früher zur Jagd gezüchtet und eingesetzt. Deshalb hat der Golden Retriever auch heute noch den Jagdtrieb in sich. Das bedeutet, bei einer inkonsequenten Erziehung, wird Ihr Goldi hinter jedem Reh und Hasen her rennen. Golden Retriever wurden bzw. werden auch heute noch zum Beute apportieren bei der Jagd eingesetzt. Sie arbeiten eng mit Menschen zusammen, können absolutes Gehorsam zeigen oder  aber auch bei Bedarf selbstständig handeln. Genau diese Fähigkeiten sollten Sie sich bei der Erziehung zu Nutze machen. Tun Sie es nicht, werden Sie früher oder später Probleme mit Ihrem Hund bekommen.

Der Golden Retriever hat eine extrem schnelle Auffassungsgabe und eine bemerkenswerte Lernfähigkeit. Durch diese Kombination erkennt er sehr schnell Inkonsequenz und Fehlverhalten. Wenn Ihr Goldi diese Schwächen bei Ihnen bemerkt, wird er sich auf keinen Fall auf Ihre Spielregeln einlassen. Es führt dazu, dass Ihr Golden Retriever Sie als Rudelführer nicht akzeptiert. Dies lässt er Sie durch Ignoranz, Dickköpfigkeit oder Dominanz gehabe spüren. Denn er weiß instinktiv mit einem „süßen Blick“ haben Sie allen Ärger schnell vergessen.

Deshalb ist es unabdingbar vom ersten Tag an, den Golden Retriever mit klar verständlichen und eindeutigen Verhaltensweisen mit Ihren „Spielregeln“ vertraut zu machen. Denken Sie immer daran SIE sind der Rudelführer. Die Erziehung des Golden Retrievers (und natürlich auch bei anderen Rassen) sollte stets liebevoll und konsequent sein dazu benötigen Sie noch eine gehörige Portion Geduld und Ausdauer.

2 Golden-Retriever

Versuchen Sie die Erziehung vom ersten Tag an spielerisch aufzubauen. Ihr Golden Retriever wird mit der Zeit immer mehr auf Sie als Rudelführer vertrauen. Sollten Sie sich dennoch einmal über den Hund ärgern versuchen Sie (auch wenn es schwer fällt) den Ärger nicht an ihm auszulassen, dies führt nur zu Verwirrungen beim Hund.

Golden Retriever und auch andere Rassen lernen am besten durch positive Bestätigung wie z. B. Lob, Zuwendung oder kleine Leckerli. Immer wenn Ihr Goldi etwas richtig macht, belohnen Sie ihn mit einem Leckerli oder ausgiebigen Streicheleinheiten. Da Golden Retriever gerne Apportieren, bringen Sie ihm z. B. bei, Ihnen einen Ball, Dummy oder Stöckchen zu bringen. Diese Spiele können Sie später beim Spaziergang mit einbringen.

Geduld, Geduld…

Während der „Pubertät“ wird Ihre Geduld bei dieser Rasse manches Mal auf eine harte Probe gestellt. Schließlich will Ihr Goldi ja wissen, wie weit er bei Ihnen gehen darf. Sollte deshalb mal die eine oder andere Situation auftreten in denen Sie ihren Golden Retriever zurechtweisen müssen, können Sie ihn mit dem sogenannten „Schnauzengriff „ wieder in die richtige Bahn lenken. Dazu fassen Sie Ihrem Goldi einfach über den Fang und halten die Schnauze einen Augenblick zu, dazu sprechen Sie noch ein energisches Verbotswort wie z. B. nein oder aus. Achten Sie bitte darauf, dass die „Strafe“ unverzüglich nach dem Fehlverhalten eingesetzt wird, denn nur dann ist sie sinnvoll. Ist eine größere Zeitverzögerung vorhanden wird Ihr Goldi die Strafe nicht mit seinem Fehlverhalten in Verbindung bringen.

Alles in allem ist diese Rasse sicherlich ein Familienhund aber kein Hund für Anfänger. Die Golden Retriever sind zwar sehr liebe und freundliche Hunde, aber um dieser Rasse gerecht zu werden benötigen Sie als Hundebesitzer unendlich viel Geduld bei der Erziehung. Und hier muss ich leider sagen, gibt es immer wieder Menschen, die diese Geduld nicht aufbringen können.

Golden Retriever haben eine sehr lange Phase des Erwachsenwerdens. Genießen Sie diese Zeit und bringen Sie die nötige Geduld auf. Sie werden sehen es lohnt sich für Sie und Ihren Golden Retriever.

Und noch einmal: Fallen Sie nicht auf selbsternannte Experten herein, die Goldies als besonders leicht händelbaren Anfängerhund verkaufen wollen. Gerade Retriever-Rüden können einen ausgeprägten Dickkopf haben und einen mit ihrer Sturheit in den Wahnsinn treiben, wie auch wir erfahren durften.

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13 Kommentare auf "ᐅ Golden Retriever und Erziehung"

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Tine
Gast

Hallo,
also ich denke, jeder Hund ist anders, auch wennes die gleiche Rasse ist. Haben eine 9 Jahre alte borderhündin, die war so einfach in der Erziehung (soviel zum Herdenschutzhund), davor einen Bobtail, ebenfalls keine Erziehungsprobleme !!!
Jetzt haben wir eine Retrieverhündin dazu, 14 Wochen,…ojeoje…absolute Herausforderung,sehr lebhaft und versucht wirklich alles zu zerkauen (Möbel, Teppiche, alles alles).Dazu beißt sie sehr viel und gerne !!!! Bin natürlich in der Welpengruppe, um Problematiken auszuräumen.Ein Geduldspiel, so viel zu leichter Erziehung beim Retriever! 🙂 Aber wie gesagt, jeder Hund hat seine Charakter, man kann sie auch bei gleicher Rasse nicht über einen Kamm scheren ! Viel Spaß mit Euren Hundis !

Lisa
Gast

Unser 9 Monate alter Carlos, hat mal sehr super Tage wo nicht viele Worte nötig sind und er weis wie er sich verhalten sollte und an anderen ist er ein kleiner Rotzaffe, wobei man ihm danach sehr schnell anmerkt,dass er genau weis was er falsch gemacht hat und er sich entschuldigend an einen schmiegt nach kurzen schimpfen.
Unser Carlos entsprich dem typischen Charakterzügen, Wasserratte, apportiert wahnsinnig gern und teils noch verschmust.
So ist die anstrengende Phase eben, und bei Rüden eben noch mehr. Trotz allem sind wir sehr froh ihn zu haben und würden ihn um nichts tauschen.

Jua C. Bendel
Gast

Wir haben seit 40 Jahren Hunde verschiedenster Rassen, sie wuchsen fast immer zu 2t auf. Dabei waren die Retriever die mit Abstand am einfachsten zu erziehende Rasse. Bevor du solch einen Artikel verfasst solltest du erstmal eine Vergleichsmöglichkeit haben^^. Aber bitte schaffe dir niemals einen Boxer, Pinscher oder Herdenschutzhund an wenn du schon Probleme bei der Erziehung von Retrievern hast. Dem Tier zu Liebe!

Hugo
Gast

wir haben schon den 2ten goldi erste wurde 14 jahre alt es war eine tolle zeit aber der tot von ihm war sehr sehr schmezlich war schoen durfte ihn beim einschlafen begleiten unser neuer red.ist nun 5 mt.alt bereitet viel freude

Tina
Gast

Danke das ist sehr interesant den wir wolten uns so einen Hollen dan fangen wir mal mit was leichterem an

Danke 🙂

Christina
Gast
Hey ,Bei uns war alles anders.Unser Goldie auch KEIN ein Anfängerhund.Aber er ist für seine Rasse sehr untypisch : 1.In der Hundeschule bekam er vieles beigebracht, allerdings läuft er noch nicht einmal für ein riesen Stück Leberwurst über eine Plane 2.Er hasst Wasser,egal in welcher Form,dadurch wird waschen zur Meisterleistung 3.Er teilt sein Fressen für den ganzen Tag ein 4.Er hat eine Krankheit(durch einen Züchter,der die Tiere überzüchtet hat)sogenannte „Krämpfe“,dabei zittert er und kann sich nicht bewegen. Er ist trotzdem mit jedem und allem klar und ist immer freundlich,eben ein echter Familienhund 🙂
Christina
Gast
Also holt euch einen Hund NUR aus : 1. Familien“betrieben“ 2.aus dem Tierheim oder 3.nur von Züchter,die seriös sind und wovon ihr schon einmal was gehört habt Ich hoffe ich konnte euch helfen
peter
Gast
also ich habe auch solch einen Rüpel seit 5 Monaten besuchen wir die Hundeschule. Seitdem kennt er die Grundkomandos sitz Platz usw. Power hat er ohne Ende desshalb habe ich ihm 1 Kastrationschip setzen lassen. .gebracht hat es nichts inzwischen habe ich ihm 1 K9 Geschirr gekauft und 2 passende Rucksäcke dazu in jeden Rucksack habe ich 2 kg Gewicht gepackt so das der Buddy was zu tragen hat als Aufgabe es trägt dazu bei das er bei unseren Spaziergängen etwas langsamer ist bzw geworden ist ansonsten nutze ich seine Gier nach Fressen. ..für Futter macht der Buddy alles. ….dann ein Lob. …und ich hoffe immer noch das es noch besser wird…..wie erwähnt es erfordert Geduld Geduld und starke Nerven.… Read more »
Marc
Gast

4kg Gepäck? Ist das nicht etwas viel? Wie alt ist denn der Wüffel? Also ich hätte da schwerste Bedenken, dass sich das später ganz schön aufs Konto niederschlägt, von Wegen Hüftgelenk-OPs und so…

Da meiner gerade etwas (hüstel) zickig wird: Kann es sein, dass die Rüpelphase schon mit 6 Monaten anfängt?

Danijel
Gast
Hallo, was bedeutet die eigentlich die Aussage Anfängerhund?! Den gibt es meiner Meinung garnicht. Jeder Hund muss erzogen werden. Auch ein Mischlingshund sollte seine Grenzen kennen sonst macht er was er will. Wir hatten als Anfänger einen Jack Russel Rüden. Hier haben wir einiges falsch gemacht. Der Hund hat zwar auf die Kommandos sitz, bleib, gehört aber das wars dann auch. Viele denken wenn mein Hund das kann ist er bereits erzogen. Dies ist ein trugschluß. Die Befehle sind reine Dressur. Wichtig ist die Bindung zum Menschen. Der Hund muss den Mensch als Rudelführer anerkennen. Solange man das nicht erreicht wird der Hund sehr anstrengend sein. Erreichen kann man das nur mit klaren Regeln und viel Disziplin. Wicht man einmal… Read more »
Sandra
Gast

Hallo,

möchte diesen Artikel bestätigen. Auch wir haben ein Retriever und sie kommt jetzt echt in die Rübelphase, wo sie auf nichts groß reagiert.

Sie hat Energie ohne Ende und ich weiß nicht wie ich diese auf Dauer stillen kann.

Mich betrachtet si als Rudelführer aber den Rest der Famili nicht

Alex
Gast

danke sehr hilfreich

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