Hunde – Gesundheitscheck

Tierarzt

Gesundheitscheck für Hunde

2-Wochen-Check

Folgende Punkte sollten Sie regelmäßig einmal die Woche bzw. alle 2 Wochen bei Ihrem Hund mittels Gesundheitscheck überprüfen:

Zähne und Zahnfleisch, Ohren und Augen, Haut und Fell, Gewichtskontrolle und besondere Auffälligkeiten.

Zähne und Zahnfleisch

Wie bei uns Mensch ist auch bei unseren Hunden eine regelmäßige Zahnpflege sehr wichtig und sinnvoll. Eine der häufigsten Erkrankungen neben Übergewicht sind Zahnfleisch bzw. Zahnerkrankungen.
Überprüfen Sie das Zahnfleisch, es sollte eine gesunde rosa Färbung haben. Sollten Sie am Rand eine Verfärbung (gelb-weißlich) finden, so handelt es sich hierbei um Zahnbelag. In den meisten Fällen, wenn er nicht entfernt wird entsteht daraus Zahnstein. Daraus

resultiert schlechter Atem, Zahnfleischentzündungen und kann sogar zu Zahnausfällen führen. Ihr Tierarzt kann den Belag (allerdings meistens unter Vollnarkose), lose Zähne entfernen und im Anschluss polieren. Hilfreich gegen Zahnbeleg sind  speziell entwickelte Kauknochen, diese Knochen reduzieren die Bildung von Zahnbelag und Zahnstein.

Ohren und Augen

Die Ohren eines gesunden Hundes sind rosa und nicht rot oder pink. Sie sollten sauber sein und es darf keinen starken Geruch auftreten. Dunkler Ohrenschmalz z. B. weißt auf eine Infektion oder Ohrmilben hin.

Die Reinigung der Ohrmuschel sollte mit einem sauberen und trockenem Taschentuch oder Wattepad erfolgen. Verwenden Sie auf keinen Fall ein Wattestäbchen, denn wie auch bei uns Menschen ist das Ohrinnere bei Hunden sehr empfindlich. Sie dürfen auf keinen Fall tiefer als Sie sehen ins Ohr eindringen! Hunde mit langen Ohren sind für Ohrentzündungen anfälliger als andere Hunde. Besitzer von Hunden mit langen Ohren  sollten deshalb besonders  regelmäßig die Ohren überprüfen.

Die Augen reinigen Sie am besten vorsichtig mit einem feuchten Wattepad. Hier bei sollten Sie beachten, dass Sie für jedes Auge ein extra Wattebausch verwenden. Wenn die Augen stark tränen oder gerötet sind, lassen Sie sich von Ihrem Tierarzt beraten.

Haut und Fell

Für die Fell- und Hautpflege gibt es spezielle Bürsten oder Kämme. Um sich einen Überblick der Haut zu verschaffen, teilen Sie dass Fell vorsichtige am Kopf entlang dem Rückrat. Hier können Sie dann nach Schuppen, Verletzungen oder Schorf suchen. Beim Bürsten achten Sie auf Anzeichen von Parasiten (z. B. Flöhe), Schwellungen oder Wunden. Sollten Sie etwas Ungewöhnliches feststellen, holen Sie sich den Rat Ihres Tierarztes ein.

In der Regel glänzt das Fell eines gesunden Hundes. Zur Fellpflege sollte Ihnen Ihr Züchter einige Informationen geben können. Bei Kurzhaarrassen ist es natürlich so, dass sie weniger Fellpflege benötigen als Langhaar-rassen.

Um Ihren Hund an die Fellpflege zu gewöhnen sollten Sie schon im Welpenalter mit viel Liebe und Geduld beginnen.

Baden Sie Ihren Hund nur wenn es unbedingt nötig ist, und dann auch nur mit speziellem Hundeshampoo. Diese Shampoos haben eine rückfettende Wirkung. Für das Fell ist es gerade auch in den Wintermonaten extrem wichtig, die richtige Pflege zu erhalten.

Viele Hunde mit kurzem Fell fangen sich im Winter oftmals eine Erkältung ein. Um dieses Risiko zu minimieren sollten Sie Ihrem Hund einen Hundemantel umlegen. Der schützt die wichtigen Organe vor Kälte. Denken Sie daran, auch Sie gehen im Winter nicht ohne Jacke vor die Tür. Bei Hunden mit langem Fell bilden sich oftmals Schneeklumpen unter den Ballen und an den Beinen.

Gewichtskontrolle

Die einfachste Methode um festzustellen, ob Ihr Hund sein Idealgewicht oder Übergewicht hat, können Sie wie folgt feststellen:

Wenn Ihr Hund das richtige Gewicht hat können Sie die Rippen spüren. Gehen Sie mit Ihren Händen zur Taille Ihres Hundes und von dort aus tasten Sie sich zu den hinteren beiden Rippen. Sie dürfen Sie spüren aber auf keinen Fall sollten die Rippen hervorstehen. Überprüfen Sie, ob Ihr Hund Fettpolster zwischen den Hinterbeinen, unter dem Bauch oder in der Leistengegend hat.

Sollte Ihr Hund Übergewicht haben, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt über mögliche Therapien (Diäten). Auch wenn Ihr Liebling Sie noch so treu ansieht, vermeiden Sie es ihm fetthaltige Leckerlies oder Reste vom Tisch zu geben. Bei Übergewicht könnten Sie z. B. ein kleines Trainings-programm (Lauf- oder Suchspiele, Parkurspiele usw.) entwickeln. Zunächst beginnen Sie mit kurzen Phasen und nach und nach folgen längere Phasen. Sie werden sehen, dass Ihr Hund und auch Sie mit der Zeit sehr viel Spaß an den neuen Aufgaben haben.

Besondere Auffälligkeiten

Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Hund auf Knoten oder Beulen. Hierzu beginnen Sie am Kopf des Hundes und bewegen sich langsam mit beiden Händen Richtung Kinn. Anschließend gehen Sie hinter die Vorderbeine, unter die Schultern, am Rücken, über die Hüfte Richtung der Hinterbeine entlang. Achten Sie auf Risse oder Schnittverletzungen an den Fußballen.

Die Krallen

Ihres Hundes müssen Sie auch regelmäßig kontrollieren. Gerade, wenn Ihr Hund viel auf weichem Boden (Teppich, Rasen) läuft. Hier können sich die Krallen nicht so abnutzen wie auf hartem Boden.

Ein besonderes Augenmerk sollten Sie auf die sogenannte Wolf- oder Afterkralle legen. Diese Kralle kann den Boden nicht berühren und deshalb auch nicht abgenutzt werden. Wenn Sie nicht regelmäßig gestutzt wird, kann sie in die Haut einwachsen, was für Ihren Hund sehr schmerzhaft ist. Außerdem können sie beim Laufen stören oder Ihr Hund bleibt mit der Kralle irgendwo hängen.

Zur Krallenpflege gibt es spezielle Scheren. Sie können die Krallen selber schneiden. Allerdings sollten Sie sich dies erst einmal vom Tierarzt oder von jemand der Erfahrung hat zeigen lassen, damit Sie nicht versehentlich ins Leben schneiden. Auch dies ist für Ihren Hund sehr schmerzhaft.

Allgemeine Informationen

Die normale Körpertemperatur beim Hund liegt zwischen 37,5 und 39 °C.

Die Schleimhäute sind beim gesunden Hund rosa. Bei Blutarmut bzw. starker Blutung sieht die Schleimhaut prozellanfarben aus.

Der Puls liegt im Normalbereich bei 80-120 Schlägen pro Minute und die Atmung zwischen 10-30 Atemzüge pro Minute.

Die Pupillen sollten sich beim plötzlichen Lichteinfall schließen.

Der Kot sollte braun bis dunkelbraun, fest und geformt sein. Dies ist natürlich auch von dem Futter abhänging.

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