ᐅ Impfung bei Hunden – einmal im Jahr?

Spritze

Seit Jahrzehnten lässt man seinen Hund einmal im Jahr impfen.

Aber warum eigentlich?
Die wenigsten Hundebesitzer machen sich überhaupt keine Gedanken darüber. Der Tierarzt sagt, dass eine jährliche Impfung sein muss , weil ansonsten Ihr Liebling nicht mehr geschützt sei.
Aber kann das wirklich sein? Sind die Impfstoffe so schlecht, dass sie maximal 1 Jahr halten?
Dies kann man und sollte man auch nicht glauben. Auch wir liessen unsere Hunde jedes Jahr impfen, aber nur weil wir es nicht besser wussten.  Wir haben uns auch zu wenige Gedanken darüber gemacht, bis wir vor ein paar Tagen durch Zufall Informationen über das Internet zu diesem Thema gefunden haben.
Diese wichtigen Informationen möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Gegen was wird überhaupt geimpft?

In der Regel werden Hunde gegen Staupe, Tollwut, Hepatitis contagiosa canis (ansteckende Leberentzündung), Leptospirose und Parvovirose geimpft.

Staupe und Parvovirose

Bei der Staupe- und auch bei der Parvoviroseimpfung handelt es sich um einen Lebendimpfstoff (mit lebendigen Erregern). Diese Impfung ist nach derzeitigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ca. 3 Jahre wirksam. Ein dreijähriger Intervall ist hier aller Wahrscheinlichkeit ausreichend.  Hier ist aber auch zum Beispiel zu berücksichtigen, ob es auf natürlichem Wege eine Bildung von Antikörpern durch die Umwelt gegeben hat.

Hepatitis

Auch hierbei handelt es sich um einen Lebendimpfstoff. Allerdings ist die kontakiöse Hepaptis in Deutschland und vielen anderen Ländern eher selten. Wenn Sie Ihren Hund nicht all zu viele Impfen zu muten möchten und Sie sich wenig im Ausland aufhalten, können Sie auf die Impfe verzichten. Dies sollten Sie aber auch noch einmal mit Ihrem Tierarzt besprechen.

Achtung Tollwut!

Die Tollwutimpfung wurde früher einmal im Jahr verlangt. Inzwischen  gibt es aber auch Impfstoffe in Deutschland, die ca. 3-4 Jahre halten. Hier sind die Angaben im Beipackzettel des Herstellers zu beachten. Generell werden die geänderten Impfintervalle für die Tollwut EU-weit anerkannt. Aber auch hier gibt es wieder Ausnahmen in bestimmten Ländern (z. B. Großbritannien).

Weitere Impfungen wie z. B. Parainfluenza-Virus oder Bordetella bronchiseptica sollten nur wenn es unbedingt notwendig ist eingesetzt werden.

Parainfluenza-Impfung

Die Parainfluenza-Impfung wird im Allgemeinen empfohlen wenn die Hunde im engen Kontakt mit Ihren Artgenossen stehen (z. B. Welpenspielgruppe). Allerdings ist diese Impfung umstritten, da die Impfstoffe zwar eigentlich ca. 3 Jahre halten sollten aber in den meisten Fällen versagen. Dazu kommt noch, dass die Erkrankung meistens mild ausfällt, so dass der Hund auch auf natürlichem Weg Antikörper bilden kann.

Bordetella bronchiseptica

Genau wie bei der Parainfluenza-Impfung beträgt der Schutz bei der Bordetella bronchiseptica max. 1 Jahr. Und auch hier versagen oftmals die Impfstoffe. Dazu kommt noch, dass es hier verschiedene andere Erreger gibt, die die „Hundegrippe“ übertragen können. In den meisten Kombinations-Impfen ist aber nur ein Erreger, der „Caninen-Para-Influenza-Virus“ enthalten. Auch diese Impfung ist sehr umstritten. Es können sowohl geimpft wie auch ungeimpfte Hunde  daran erkranken.

Leptospriose

Weitere bedenkliche Impfstoffe sind die sogenannten bakteriellen Vollkeim-Impfstoffe. Diese Impfstoffe enthalten inaktive Erreger, die oft schlecht verträglich sind. Die Leptospirose-Impfstoffe enthalten oftmals trotz guter Reinigung Bestandteile von Bakterienzellwänden. Sie sind vergleichbar  mit den üblichen Keuchhusten-Impfstoffen.
Bei den Leptospirose-Impfstoffen ist es ähnlich wie bei den Bordetella brochiseptica. Die Impfstoffe wirken für ca. 6 Monate und sind auch nur gegen 2 Erreger (L. icterohaemorrhagiae und L. canicola) wirksam. Es gibt aber ca. 200 auslösende Leptosprenarten, die eine Erkankgung auslösen können.

Was hierbei bedenklich ist, ist die Tatsache dass z. B. die Leptospira canicola schon seit Jahren nicht mehr aufgetreten ist. Außerdem  wurden die wenigen bekannten Fälle nicht nur von den L. canicola Viren verursacht sondern auch von  L.  interrogans, L.pomona usw.

Ein weiterer bedenklicher Grund, der gegen eine Impfung spricht, ist dass die Leptospirose-Impfstoffe der Hauptgrund für adverse Impfreaktionen sind und zwar so, dass das Risiko höher als der Nutzen ist. Dies wurde zumindest von einer Universität von Kansas herausgefunden. Deshalb  wird in Kansas sogar ausdrücklich von einer Impfung bei Welpen abgeraten.

Fazit: Verhinderung schwerer Krankheitsverläufe

Eine Impfung kann eine Infektion zwar nicht völlig verhindern, aber Sie kann vielleicht einen schweren Verlauf der Krankheit verhindern.

Um eine Epidemie zu verhindern ist es wichtig, dass ein Großteil der Hunde geimpft ist.
In den 90er-Jahren, haben viele Tierhalter auf eine Impfung verzichtet, dies hatte einen hohen Anstieg der Staupeerkrankung zur Folge.

Generell ist eine Grundimmunisierung sinnvoll. Allerdings sollte man mit dem Tierarzt die einzelnen Impfstoffe durchsprechen. Welche sinnvoll sind und welche nicht. Die Grundimmunisierung sollte im Alter zwischen acht und zwölf Wochen vorgenommen werden. In der 1. Phase wird in der Regel gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose, Hepatitis und evtl. gegen Zwingerhusten geimpft.  In der 2. Phase mit 12 Wochen wird die erste Impfe aufgefrischt und es kommt noch die Tollwutimpfung hinzu.

Auch ältere Hunde sollten eine Grundimmunisierung erhalten. Die Immunisierung erfolgt im Abstand von 4 Wochen und dann noch einmal ein Jahr danach.

OB eine jährliche Impfung wirklich notwendig ist halte ich für sehr fraglich. Ein Indiz das ebenfalls gegen eine jährliche Impfung spricht, ist auch dass viele Impfstoff-Hersteller sogar darauf hinweisen, dass die Impfstoffe wesentlich länger als ein Jahr halten. Und mit dieser Aussage schädigen sie sich ja rein wirtschaftlich gesehen, selber.

Wir werden auf jeden Fall zukünftig genau überlegen, ob wir unsere Hunde jedes Jahr komplett gegen alles impfen lassen. Wer nicht mit seinem Hund ein- oder mehrmals im Jahr ins Ausland fährt und der Hund nicht häufig mit anderen Artgenossen auf engem Raum zusammen ist, sollte sich wirklich gut überlegen, ob er seinem Hund jedes Jahr die Imfpung zumuten möchte.

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3 Kommentare auf "ᐅ Impfung bei Hunden – einmal im Jahr?"

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Djadja
Gast

Auf dieses Thema kann ich nur auf diese Seite verweisen.

Sie sagt alles aus, was ich in Verdacht hatte. Habe gerade meine Tierärztin abgesagt, die jedes Jahr kommen möchte und meinen Hund und Katze impfen wollte.
Sie hat nicht schlecht gestaunt, als ich Ihr aus dieser Seite vorlas.
Gute Haltung ist wichtiger als Impfungen.
So sehe ich das auch.

Lou
Gast

Hallo,

ich stimme teilweise zu.
Bei meinen Hunden wird nur alle drei Jahre SHP und T geimpft und das ist auch völlig ausreichen.

Wobei ich allerdings widersprechen muss, ist die Aussage, auch erwachsene Hunde bräuchten eine Grundimmunisierung.

Diese macht nur bei Welpen unter 12 Wochen sinn, da diese noch nicht genug Antikörper ausbilden können. Bei Hunden über 12 Wochen reicht eine einmalige SHP oder T Impfung aus, um einen 3 jährigen (eigendlich halten sie noch viel länger, können aber nur auf 3 Jahre eingetragen werden) Schutz zu erzielen. So auch nachzulesen im Bepackzettel von Nobivac (Intervet) SHP und Nobivac T.

Viel hilft beim impfen eben nicht viel!

Britta
Gast
Hallo, ich sehe das ganz genau so. Vor 30 Jahren,gab es nur die Erst und zweit-Impfung,und das wars dann für das ganze Hundeleben,und unser MAX ist stolze 15 Jahre alt geworden,ohne Krankheiten. Es ist auch viel Geldmacherei dabei. Weil die einfachen Bürger immer weniger Geld zur verfügung haben,und immer weniger den Tierarzt aufsuchten,hat man sich halt etwas überlegt,den Tierhalter zur Tierarztpraxis zu scheuchen,denn,wenn er erst mal da ist,dann werden eben mal noch ein paar Untersuchungen gemacht. Ich persönlich denke,das,um auch die Tierärzte zufrieden zu stellen, alle 3 Jahre eine Spritze reicht. Ich kenne viele Hundehalter,und kein Hund ist bis heute an einer Krankheit verstorben,gegen die geimpft oder auch nicht geimpft wurde. Allerdings sind wir Stadtmenschen. Wer auf dem Land wohnt,wo… Read more »
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