Neue Hundeverordnung in Niedersachsen

Annähernd 1000 Hundehalter nahmen an dem Protestumzug am 2. August 2009 in der City Hannovers gegen die neue Hundeverordnung in Niedersachsen teil.

Der Unmut der Teilnehmer richtet sich gegen die Pläne von Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU), das Hundegesetz in Niedersachsen in Form einer neuen Hundeverordnung zu verschärfen: Hundebesitzer sollen eine Art „Hundeführerschein“ erwerben, mit dessen Hilfe sie nachweisen sollen, dass sie in der Lage sind, einen Hund verantwortungsvoll und artgerecht zu halten. Betroffen wären Hunde, die eine Schulterhöhe von mehr als 40 cm bzw.

ein Gewicht von mehr als 20 kg haben. Allgemein wurde hier die Ansicht vertreten, dass kein Hund allein wegen seiner Rasse gefährlich sei und eben nicht die Hunde, sondern deren Besitzer die größere Gefahr seien.

Jetzt rudert das Landwirtschaftsministerium zurück und nimmt weitgehend Abstand von einer neuen Hundeverordnung in Niedersachsen: Ein verpflichtender Wesenstest für alle großen Hunde sei in der Gesetzesnovelle ebenso wenig vorgesehen, wie eine Rasseliste.

Die Stellungnahme zur Demo könnte man allerdings als Verhohnepipelung empfinden: „Wir finden es gut, dass die Bevölkerung sich einbringt und auf Aspekte des Geschehens hinweist.“

Neue Hundeverordnung notwendig, weil das bestehende Kontrollsystem unzureichend ist?

Neue Hundeverordnung in Niedersachsen
Demo Hundeverordnung in Hannover
Statt neue Gesetze zu planen und alberne Sprüche zu klopfen sollte man sich lieber darum bemühen, das bereits bestehende Kontrollsystem endlich konsequent umzusetzen anstatt eine neue Hundeverordnung ins Auge zu fassen. Dies ist in der Vergangenheit nur unzureichend geschehen. Beispiel: Im Mai hatten in Hildesheim 2 (nicht angeleinte) Rottweiler eine Frau und deren beiden Kleinkinder angefallen. Die Besitzerin der Hunde hat 18 Vorstrafen wegen diverser Drogendelikte und Körperverletzung.

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3 Kommentare auf "Neue Hundeverordnung in Niedersachsen"

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Kempe
Gast

Es ist schon verwunderlich das eine Behörde von der anderen Behörde angeblich sich die Daten der Hundehalter nicht abrufen kann.Wenn man im Strassenverkehr wegen zu schnelles Fahren erfasst wird klappt der Datenaustausch ja auch bestens. Also einafach in der Gemeinde oder Stadt die Daten abrufen und das ganze würde vielen Leuten Geld und Zeit sparen.Mein Hund ist bei Tasso kostenlos und in der Gemeinde ( Hundesteuer ) Registriert warum also noch eine Registrierung.
Hier sieht es sehr nach Abzocke aus.

Carsten
Gast
Hallo! Ich hätte diese neue Verordnung begrüßt! Die meisten Hundehalter gehen verantwortungsvoll mit Ihren Hunden um. Leider ist es aber oft so,das viele nur einen Hund besitzen wollen und sich meistens viel zu wenig um den Hund kümmern (können).Aber erst einmal einen haben dann sehen wir mal.Es wird zu wenig darüber nachgedacht was dann.Es gibt nicht nur Sonntage in der Woche an denen man Zeit für den Hund hat. Aber seien wir doch mal ehrlich es ist nicht selten,das man einen Hund zwischen den Beinen hat,wenn man mal joggen möchte oder ein Hund einen anspringt und man bekommt zu hören „der will ja nur spielen“.Fragt mich jemand ob ich das möchte.Ich werde in meiner Freiheit eingeschnitten und muß dieses hinnehmen!… Read more »
Aboerries
Gast

Schade, dass man mit sachlichen Argumenten in dem Thema nicht weit kommt…

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