Wie wichtig ist eine Wurmkur?

Tabletten

Es gibt viele verschiedene Meinungen zum Thema Wurmkur und man ist diesbezüglich ja total verunsichert.
Bisher habe ich unseren Hunden immer 2 x im Jahr eine Wurmkur verabreicht, weil es vom Tierarzt empfohlen wurde. Unsere Hunde haben in der Vergangenheit immer die Caniquantel Plus Tabletten bekommen. Diese Tabletten wurden an 3 aufeinanderfolgenden Tagen einmal täglich zum Futter gegen und unsere Hunde haben Sie gut vertragen. Bei unserem letzten Tierarztbesuch habe ich dann die Tabletten von Milbemax erhalten. Die Tabletten werden an einem Tag verabreicht und dann ist alles erledigt. Zunächst froh darüber, weil unsere Hunde ja auch nicht dumm sind und gern mal die Tabletten übrig gelassen haben, bin ich doch noch einmal ins Internet gegangen um mich über die Tabletten zu informieren. Schließlich wollte ich unseren Hunden nicht irgendetwas Neues zumuten.

Gott sei  Dank, kann ich nur sagen. In verschiedenen Foren bin ich über diverse Berichte gestolpert in denen die Hunde über mehrere Tage Durchfall hatten teilweise total apathisch in der Ecke gelegen haben, nach dem Sie diese Tabletten erhalten haben. War es nur Zufall oder liegt es doch an der Zusammensetzung und der starken Dosis? Das wird man wohl nie ganz klären können, weil jeder Hund anders reagiert.

Aber trotzdem habe ich dies zum Anlass genommen,  um mich mal genauer über das Thema zu informieren.

Wurmkur?

Bei Welpen ist eine Wurmkur sehr wichtig, da sie fast zu 100 % mit Spulwürmern durch die Muttermilch infiziert werden. Welpen werden beim guten Züchter bis zur 9 Woche alle 8 Tage und danach bis zum 6. Monat alle 8 Wochen entwurmt.

Bei erwachsenen Hunden ist eine regelmäßige Wurmkur nicht sehr sinnvoll. Die Wurmtabletten sind reine Chemiebomben und  belasten nur unnötig den Margen-Darmtrakt. Eine regelmäßige Wurmkur schadet eher als dass Sie nützt. Wenn man es mal mit Kopfschmerzen bei uns Menschen vergleicht, stelle ich Ihnen mal eine ganz simple Frage:


Nehmen Sie auch schon morgens eine Kopfschmerztablette ein, weil es evtl. sein könnte dass Sie am Abend Kopfweh bekommen?
Die Antwort liegt klar auf der Hand! Nein natürlich nicht.

Und so muss man es auch mit der Wurmkur sehen.  Eine Wurmkur sollte immer dann eingesetzt werden, wenn der Hund Würmer hat und nicht wenn er sie nicht hat. Dass kostet nur unnötig Geld und belastet den Körper des Hundes.

Sinnvolle Vorbeugung ohne Chemikalien

Um festzustellen ob Ihr Hund Würmer hat, können Sie z. B. in unregelmäßigen Abständen Kotproben an 3 aufeinanderfolgenden Tagen zum Tierarzt bringen und ihn untersuchen lassen. Sind Würmer vorhanden, erhält Ihr Hund eine Wurmkur. Sind keine Würmer vorhanden haben Sie ihrem Hund eine belastende Wurmkur erspart. Die Kotuntersuchung ist zwar etwas teurer als eine Wurmkur, aber auf jeden Fall  gesünder für Ihren Hund.
Vorbeugen kann man z. B. mit kaltgepressten Kokosraspeln (aus dem Reformhaus), die regelmäßig mit unter das Futter gemischt werden. Hier nimmt man ca. 1-2 Teelöffel  täglich (bei großen Hunden). Oder man kann auch Karotten nehmen. Zumindest kann man mit diesen Hausmitteln das Risiko reduzieren.

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