Test Trockenfutter

Foto verschiedene Hundefuttersorten Test Trockenfutter

Test Trockenfutter (Teil 1)

In den Regalen fast jeden Supermarktes findet man Tiernahrung für Hunde, meistens als Premium Trockenfutter deklariert, was darauf hin deutet, dass sich mit Trockenfutter durchaus Geld verdienen lässt.

  • Ist dieses Futter, das ich meinem Hund täglich gebe, nicht zu einseitig?
  • Hat das Futter nicht zu viele Inhaltsstoffe, die meinem Hund Schaden zufügen?
  • Trockenfutter oder Nassfutter – was ist besser für meinen Vierbeiner?

Fragen, die sich verantwortungsvolle Hundehalter immer wieder stellen, auf die es aber wenig wirklich verwertbare
Antworten gibt. So findet man von der Stiftung Warentest zwar einen Test, der ist allerdings aus dem Jahr 2006 und damit nicht mehr top aktuell. Einen Teil der getesteten Sorten gibt es nicht mehr, und – der Test war ziemlich umstritten. Er weist methodische Fehler auf, weil das Trockenfutter lediglich analysiert und die Inhaltsstoffe hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben überprüft wurden.

Foto verschiedene Hundefuttersorten Test Trockenfutter
Trockenfutter - appetitlich und hochwertig?

Test Trockenfutter – sehr gut für Discounter-Futter?

Das eigentlich Wichtige, nämlich die Quellen der Nährstoffe, wurde nicht berücksichtigt:
20 % Protein aus Sojamehl beispielsweise sind weniger wertvoll als 20 % Protein aus Fleisch, weil es besser verwertbar ist. Es macht einen erheblichen Unterschied für die Qualität eines Trockenfutters, ob man den Nährstoff Protein z.B. in Form von Federmehl oder hochwertigem Geflügelfleisch liefert.
Auch in Kadavermehl oder alten Autoreifen befinden sich Proteine – über die Qualität kann man trefflich spekulieren – muss man aber nicht, weil
lesen bildet – und wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
Auf jeder Trockenfutter Verpackung müssen die Inhaltsstoffe aufgelistet sein. Aber was verbirgt sich denn eigentlich hinter der Bezeichnung „Tierische Nebenerzeugnisse“?
Es handelt sich dabei um Schlachtabfälle, eingeteilt in Kategorien. In Tierfutter dürfen Schlachtabfälle der Kategorie 3 verarbeitet werden: Knochen, Sehnen, Magen, Haut, Federn, Lungen, Darm und Tiermehl – bei dem letzteren ist dann auch wieder nicht klar, was genau drinnen ist.
Bei „Pflanzlichen Nebenerzeugnissen“ handelt es sich überwiegend ebenfalls um minderwertige Produkte (Erdnussschalen, Zellulose wie z.B. Sägemehl), mit Null Nährwert – derartige „Zutaten“ findet man häufig bei Futter Herstellern, die zu Lebensmittel-Konzernen gehören. Letztlich ist es ein profitables Geschäft, die Trockenfutterproduktion aus der Abfallverwertung zu beziehen.

Test Trockenfutter – selbst ist der Mann (und die Frau)

  • Wir verwenden kein Trockenfutter, in dem die Nebenerzeugnisse nicht zu definieren sind. Wichtig: Wird anstelle der Tierart + Fleisch (also z. B. Rindfleisch) nur die die Tierart (Rind) angegeben, handelt es sich um Schlachtabfälle. Ein Futtermittel mit einer Gruppendeklaration (z. B.: Getreide, Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, pflanzliche Nebenerzeugnisse) ist eben nicht so zu bewerten wie ein Futtermittel mit hochwertiger Einzeldeklaration.
  • Der Anteil des Trockenfleisches sollte etwa ein Drittel sein, der von Frischfleisch drei Viertel.
  • Der Anteil von Getreide (Mais oder Weizen) ist gering, der von Gemüse, Obst und Kartoffeln höher. Soja kann übrigens ein Auslöser von Allergien sein.
  • Der Anteil der Rohasche sollte deutlich unter 10 % liegen.
  • Wir verwenden Futter mit Fischöl und ohne Grieben. Bei Grieben handelt es sich um zerriebene Rinderhaut bzw. Innereien, aus denen das Fett ausgelassen wurde.

Wenn Futterkomponenten schwer verdaulich sind, werden Sie bei Ihrem Hund größere Mengen an Kot und einen gesteigerten Hunger feststellen – aber auch Mangelerscheinungen (Fell, Gebiss usw.)

Teil 2 und 3 von Test Trockenfutter folgen in Kürze. Inhalt: Die Systematik der Tierfutter-Industrie und Qualitätsverbesserung durch Tierversuche?

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