Zahnpflege bei Hunden

Heute möchte ich Euch über die [wpseo]Zahnpflege bei Hunden schreiben.

Wenn man an Zahnpflege bei Hunden denkt, denkt man zunächst an Kauknochen, Schweineohren, Rinderohren vielleicht auch an Dentalkauartikel, die es zu Hauf in jedem gut sortierten Fachmarkt gibt. Jedenfalls ging es mir so.

Sicherlich habe ich hier und da mal etwas von Zahnpflege bei Hunden gehört, aber wirklich viel Beachtung habe ich dem Thema Zahnpflege bisher nicht geschenkt. Aber heute habe ich einen interessanten Bericht über Zahnpflege bei „ Das Deutsche Hundemagazin“ gelesen, welcher mich doch etwas ins Nachdenken gebracht hat.

Ich schreibe Euch hier mal eine kleine Zusammenfassung:

Durch die Veränderung der Hundehaltung in den letzten 100 Jahren, hat sich auch bei der Ernährung und  Fürsorge für den Vierbeiner einiges geändert. Zum Glück! Die Hunde sind im Familienleben festintegriert und die Futtermittel-industrie entwickelt immer bessere Produkte, die eine ausgewogene und vielschichtige Fütterung möglich machen. Dies hat natürlich zur Folge, dass uns unsere treuen Pfoten länger erhalten bleiben, als vor etlichen Jahren noch. Was natürlich sehr positiv ist. Aber außer des Futters, viel Liebe und Zuwendung ist eine regelmäßige Zahnpflege bei Hunden für ein langes und gesundes Hundeleben sehr wichtig.

mit Zahnstein

Zahnprobleme sind die Krankheit Nummer 1

Zahnprobleme sind nach aktuellen Studien die Krankheit Nummer 1 bei Hunden. Und dies unabhängig vom Alter des Tieres. Entzündungen der Zähne bzw. des Zahnfleisches können schon mit einem Alter von 2 Jahren beginnen. Wenn diese Zahnprobleme nicht rechtzeitig erkannt werden, kann sich das Zahnfleisch zurückbilden und der Zahn fällt aus. In der Zahnlücke entstehen sogenannte Zahnfleischtaschen, in denen Bakterien unbemerkt den Zahnapparat bzw. das Gewebe angreifen können. Hier können dauerhafte Entzündungsherde entstehen. Wenn Zahnprobleme bzw. diese Zahnentzündungen nicht rechtzeitig erkannt werden, können sie weitere Schäden im Kiefer und an der Zahnwurzel verursachen. Aber das eigentlich Fatale an den Zahnproblemen, der Krankheit Nummer 1 ist, dass sich die Bakterien aus dem Maul schon lange vorher im gesamten Organismus verteilen und damit schwächen. Lebenswichtige Organe wie Leber, Herz und Niere können durch die Krankheit Nummer 1 massiv geschädigt werden.

nach ZahnsteinbehandlungVermutlich andere Beschwerden führen in die Tierarztpraxis

Manchmal führen Beschwerden, die für den Hundebesitzer vermutlich andere Ursachen (z. B. ruhiger, appetitlos, weniger interessiert) haben, zum Tierarzt. Wie erstaunt dann jeder Besitzer ist, wenn man ihm in der Tierarztpraxis mitteilt, dass die Beschwerden von einer Zahnentzündung kommen und schuld am Verhalten des Hundes sind, können wir uns alle vorstellen. Aber wer freut sich nicht, wenn sein Vierbeiner nach erfolgreicher Behandlung in der Tierarztpraxis wieder zur alten Form aufläuft?

Reicht einmal im Jahr das Entfernen von Zahnstein?

Nein, leider reicht einmal im Jahr das Entfernen von Zahnstein nicht aus. Die Ursache für Zahnentzündungen sind die sich täglich ansammelnden Zahnbeläge. Zahnstein kann Zahnerkrankungen begünstigen.

Wie erkenne ich dass mein Hund Zahnentzündungen hat?

Wie bei vielen anderen Krankheiten, ist bei Zahnentzündungen oder Zahnfleischentzündungen das Problem, wenn man es erst merkt, wenn der Hund deutliche Anzeichen für Zahnentzündungen zeigt, ist die Erkrankung schon sehr weit fortgeschritten. Anzeichen für Zahnentzündungen oder Zahnfleisch-entzündungen können z. B. das nicht mehr Kauen des Kauknochens oder das Türöffnen mit der Pfote anstatt der Schnauze sein. Dies könnten Anzeichen für Zahnentzündungen sein, es kann aber auch eine andere Ursache haben. Sprecht einfach Euren Tierarzt darauf an.

Gibt es Zahnpasta für Hunde?

Ja, es gibt spezielle Zahnpasta für Hunde. Die Zahnpasta gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen z. B. Hühnchenaromapasta. Oder falls Euer Hund diese Zahnpasta nicht mag gibt es auch noch die sogenannte Schlemmkreide (Kalziumkarbonat), die mit Rinderbrühe oder Ähnlichem angeschmischt werden kann. Euer Tierarzt sollte Euch bei richtigen Wahl der Zahnpasta weiterhelfen können.

Wichtig bei der Zahnpasta ist die Schleifmittelwirkung, die die Zahnoberfläche reinigt und schmecken sollte die Zahnpasta auch, zumindest Euren Hunden:-) Achtung! Bitte keine Zahnpasta, die für den Menschen geeignet ist verwenden.

Drückt etwas von der Hunde-Zahnpasta auf Euren Finger und lasst Euren Hund daran schnuppern. Erst dann bitte die Zahnbürste einsetzen. Er muss sich damit auch erst einmal vertraut machen.

Welche Zahnbürste ist die Richtige?

Tja, aber welche Zahnbürste ist jetzt die Richtige? Hier gibt es z. B. die Zweikopfzahnbürste mit großem und kleinem Bürstenkopf, die Fingerzahnbürste, die auf den Finger gesteckt wird oder aber die Doppelkopfzahnbürste. Bei dieser Zahnbürste können durch die gegeneinander gewinkelten Bürstenköpfe Innen- und Außenflächen der Zähne gleichzeitig gereinigt werden. Euer Tierarzt kann Euch den Umgang mit der Zahnbürste erklären.

Fazit

Natürlich sind Kauartikel, wie Schweine-, Rinder- oder Kaninchenohren ein hilfreiches Produkt bei der Zahnpflege, aber die tägliche Zahnreinigung ersetzen sie nicht. Wichtige Fachliteratur gibt es auch dazu. Z. B. Das Hundezahnbuch von Dr. med. vet. Markus Eickhoff. z. B. bei Amazon erhältlich.

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1 Kommentar auf "Zahnpflege bei Hunden"

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