Test Trockenfutter (Teil 3)

In einem Hundeforum kann man folgenden Beitrag lesen:
Zitat: „Hallo ihr, Eukanuba macht ja (hab ich auch erst in diesem forum erfahren) Tierversuche, aber ich frage mich: Was kann man denn an den Tieren ausprobieren?  ich mein das ist doch nur Hundefutter… Naja, vielleicht bin ich auch ein bisschen zu doof um das zu checken  “. Zitatende
In dem gleichen Forum finde ich die folgende Anmerkung: „Was nützt einem die Gesundheit, wenn man sonst ein Idiot ist?“

Dem ist nichts hinzuzufügen.
Allerdings – und das halte ich für wichtig – sollte man den teilweise emotional überzogenen und übertriebenen Meinungsäußerungen die Spitze nehmen und zu mehr Sachlichkeit beitragen.
Ich vertrete in diesem Zusammenhang folgende These:
Hundebesitzer, die sich wie oben äußern und/oder Hundefutter verwenden, bei dessen Entwicklung Tierversuche eine wesentliche Rolle gespielt haben, sind entweder ignorant, dumm oder latent kriminell.
Ignorant sind jene, die sagen: „Hauptsache, es schmeckt und es kostet nicht viel. Alles andere ist mir egal.“
Dumm müssen jene sein, die behaupten, von nichts gewusst zu haben. Im Zeitalter der absoluten Information zeugt eine solche Äußerung nicht nur von Unwissenheit, sondern von grenzenloser Dumm- bzw. Beschränktheit: Man gebe bei Google oder einer beliebigen anderen Suchmaschine einfach ´mal die Begriffe „Trockenfutter, Tierversuche“ ein.
Aber kommen wir zunächst einmal zu einem Futter wie Eukanuba. Der Konzern, der eigentlich dieses Futter vertreibt, heißt Procter & Gamble. Es handelt sich dabei um einen amerikanischen, weltweit vertretenen Konsumgüter-Konzern mit Hauptsitz in Cincinnati, Ohio (USA).
Das Unternehmen hat sich seit seiner Gründung immer wieder neue Wege im Marketing beschritten. Besonderes Kennzeichen ist das ausschließlich an den einzelnen Marken orientierte Marketing, während die Firma selbst meist völlig im Hintergrund bleibt. Procter & Gamble erwirtschaftete mit etwa 135.000 Mitarbeitern im Jahr 2008/2009 einen Nettogewinn von 13,4 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 79 Milliarden US-Dollar, die Umsatzrendite betrug 14,3 %. 1999 erwarb P&G Iams für 2,05 Mrd. US-Dollar. Mit der bis dahin größten Akquisition erweiterte P&G seine Produktpalette um den Bereich Tiernahrung. Tierschützer und Tierrechtler kritisieren das Unternehmen auf Grund von Tierversuchen, die regelmäßig in Auftrag gegeben oder selbst durchgeführt worden sein sollen. Angeprangert werden insbesondere Tierexperimente, die das Unternehmen 2002 für seine Tierfuttersparte habe durchführen lassen. In diesen wurden Hunden

  • die Stimmbänder durchtrennt,
  • große Muskelstücke entnommen und
  • künstliches Nierenversagen ohne entsprechende begleitende Schmerzbehandlung zugefügt.

Die lebenslange Haltung der Tiere in Käfigen (auf deren Gittern sie kaum liegen können) wird von einer halben Stunde Auslauf an 5 Tagen in der Woche gekrönt. Die an den Laborhunden vollzogenen Tests könnten unnützer und grausamer kaum sein, denn der Gesetzgeber schreibt keine derartigen Versuche vor; ebenso gibt es entsprechende humane Alternativen anderer Tierfuttermittelhersteller (Geschmacks-/Akzeptanztests an Tieren in Privathaushalten).
Wer sich selbst überzeugen möchte und einem stabilen Nervenkostüm ausgestattet ist, kann den folgenden Links folgen:
Startseite von PeTA
Video
Die Listen der Unternehmen, die Tierversuche nutzen / nicht nutzen finden Sie hier und hier.
Test Trockenfutter?
Testen Sie das Futter, das Sie an Ihr Tier verfüttern. Informieren Sie sich über den Inhalt. Und fragen Sie nach, ob Ihr bevorzugter Futtermittelhersteller Tierversuche durchführt. Denn Sie sind sicherlich nicht „latent kriminell“, indem Sie Unternehmen unterstützen, die Futter (egal ob Nass- oder Trockenfutter) mit Hilfe von Tierversuchen herstellen und auf diese Art und Weise viel Geld verdienen. An den Ignoranten und den Dummen.

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2 Kommentare auf "Test Trockenfutter (Teil 3)"

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Johne735
Gast

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Evi Ritzauer
Gast

Eukanuba würde ich nie kaufen, weil der Hersteller
Tierversuche durchführt die grausam sind
wenn die Tiere schreien vor schmerzen trennt man
ihnen die Stimmbänder durch .

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