Hund & Baby – Familienplanung 1

Hund und Baby

Ein Baby kommt ins Rudel. Zunächst einmal ein freudiges Ereignis für uns Menschen. Man freut sich ist gut drauf und der Hund, bisher der Mittelpunkt im Rudel, ist zufrieden mit seinem Leben. Herrchen und Frauchen sind immer da und schlagen Ihrem treuen Freund keinen Wunsch ab.

ABER neun Monate später ist das Hundeleben völlig auf den Kopf gestellt. Herrchen und Frauchen haben wenig Zeit für den Vierbeiner und dann ist da auch noch so ein schreiendes Etwas, was der Hund auch nicht wirklich zu Gesicht bekommt. Ihr Hund versteht die Welt nicht mehr, und das zu recht. Er fühlt sich abgeschoben und ist von dem Baby genervt. Ein nicht so gut sozialisierter Hund kann hier schon mal die Nerven verlieren und es kann zu Übergriffen auf das Baby kommen.

Hund und Baby

So oder ähnlich kann es in Familien, die ein Baby erwarten aussehen. Es kann, aber es muss nicht so sein. Wenn man mit Verstand und Geduld an die Familienplanung heran geht und den Hund von Anfang an einbezieht, können Sie, Ihr Baby und Ihr Hund eine glückliche und entspannte Familie werden.

Die Vorstellung das Hunde kleine Kinder angreifen und auch töten, lässt uns Menschen oft unsicher werden, ob der Hund wirklich zu uns Menschen im täglichen Leben passt.

Mensch und Hund arbeiten seit Jahrtausenden zusammen

Denken Sie daran, dass Hunde schon immer Rudeltiere waren. Ihre wilden Vorfahren leben seit Jahrtausenden in Familienverbänden in der freien Wildbahn. Sie sind hochsozialisiert und ernstzunehmende Weggefährten.

 

Hunde sind:

treue und geduldige Begleiter

immer für uns da, ob für Erwachsene oder Kinder.

haben immer Zeit, wenn sonst keiner Zeit hat

geduldig,

hören zu

trösten unsere Kinder, in Situationen in denen Erwachsene einfach nicht mehr weiter wissen.

Spielen mit den Kindern, wenn wir Erwachsene keine Zeit haben

Hunde bereichern unser Leben und können uns durch Ihre vielen Fähigkeiten nützlich sein. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass wir sie lassen und dass wir sie verstehen.

Was wir nicht vergessen dürfen ist, dass Hunde Beutetiere sind. Sie verteidigen Ihre Jungen, die Beute, das Revier, seinen Sozialpartner usw. All dies dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren, wenn wir einen Hund in unseren Alltag aufnehmen möchten.

Kinder können von Hunden lernen

Hunde vermitteln oft das Gefühl von Geborgenheit, Sicherheit, sie geben Nähe und Zuwendung. Gerade in sozialen und emotionalen Bereichen, schreiben Kinder einem Hund Eigenschaften zu, die sie bei Ihren Eltern oder Betreuern oft vermissen.

Babys und Kinder haben verschiedene Entwicklungsphasen in denen sie alles besonders intensiv und nachhaltig lernen. Diese Entwicklungsphasen kann man auch für das Verhalten gegenüber Tiere nutzen. Z. B. beobachten Babys ganz genau, wie sich ein Hund bewegt, wie er in verschiedenen Situationen reagiert und wie er kommuniziert. Deshalb müssen Eltern in jeder Situation daran denken, dass sie eine Vorbildfunktion haben. Babys und Kleinkinder beobachten ständig Ihre Eltern und die Reaktionen gegenüber dem Hund. Wie verhalten sich die Eltern, wenn der Hund etwas ganz besonders gut macht, oder wenn er etwas angestellt hat usw.

Denken Sie als zukünftige Eltern immer daran, dass Ihr Kind permanent in den ersten Lebensjahren intensiv von Ihnen, Ihrem Verhalten ihrem Hund gegenüber oder Ihr Verhalten gegenüber Ihren Mitmenschen lernt.

Um Situationen mit Ihrem Hund und Ihrem Kind besser einschätzen zu können, können Sie sich von kompetenten Fachleuten Hilfe holen.

In Teil 2 erfahren Sie

Wie finden wir den richtigen Familienhund?

Wie bereiten wir unseren Hund auf den neuen Familienzuwachs vor?

Hier gehts zu Teil 2

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