Bernhardiner – der Hund mit dem gemütlichem Blick

Bernhardiner

Sicherlich werden viele Menschen sofort ein bestimmtes Bild vor Augen haben,
wenn man an einen Bernhardiner oder auch St. Bernhardshund denkt: Ein großer, braun-weißer Hund mit gemütlichem Blick und mit einem kleinen Faß um den Hals!
Viele Legenden und Geschichten ranken sich um diesen Hund. Tatsache ist, dass der
Ur-Bernhardiner Ende des 17. Jahrhunderts von den Mönchen auf dem Großen St. Bernhard gezüchtet wurde. Die frühen St. Bernhardshunde hatten mit den heutigen nur eine entfernte Ähnlichkeit, weder die Größe noch die Farben entsprachen dem heutigen Hundetyp. Erst im 19. Jahrhundert stabilisierte sich das Aussehen.  Der Bernhardinder-Rüde „Barry“ (1800 -1814) erlangte große Berühmtheit. Er soll 40 Menschen das Leben gerettet haben.
Zu der Zeit, als Napoleon den St.-Bernhard-Paß Richtung Italien überquerte, wurde der Grundstein
für eine der größten Mythen um diesen Hund gelegt. Ein Soldat schrieb damals in einem Brief: „Wir staunen darüber, dass es in diesem Kloster sehr große Hunde gibt, die Reisende aufspüren, die im Schnee verloren gingen. Sie richten sie auf, bieten ihnen Branntwein dar, den sie um den Hals gebunden mitführen und führen sie ins Haus.“
Ganz so kann es mit dieser immer wieder mündlich weitergegeben Geschichte jedoch nicht
gewesen sein, denn an den noch erhaltenen Fässchen sind keine Öffnungen! Es wird vermutet, dass es sich um reines Schmuckwerk handelt.

Bernhardiner – Allgemeines Erscheinungsbild

Der Bernhardiner ist ein großer, kräftiger Hund. Die Rüden erreichen eine Größe von 77 – 91cm, die Hündinnen 65 – 79cm. Das Gewicht liegt zwischen 70-80 kg. In dieser Gewichtsklasse gibt es nur
noch die Rasse der Mastiffs.

Bernhardiner – Fell

Die Behaarung des Bernhardiners, langhaarig oder stockhaarig, ist sehr dicht und glatt anliegend, in weiß mit rotbraun oder rotbraun mit weiß in verschiedenen Abstufungen. Weiße Flecken (Abzeichen) an Brust, Pfoten, Nase, Hals und Rutenspitze sollten zu finden sein. Wie bei allen großen und massigen Hunden ist das Durchschnittsalter eher niedrig (ca. 12 Jahre). Normale Fellpflege (1xwöchentl. Bürsten) reicht aus.

Bernhardiner – Charakter

Der Bernhardiner verfügt über ein besonder gut entwickeltes Gehör. Ihm ist es möglich, z. B. die unmerkichen Schwingungen, die einer Lawine vorausgehen, über mehrere Kilometer hinweg
zu orten. Besonders zu erwähnen ist sein überdurchschnittlich entwickelter Geruchssinn sowie sein
unfehlbarer Orientierungssinn.
Aber auch noch andere bemerkenswerte Charakterzüge sind typisch für den Bernhardiner.
Auch er gehört zu den „sanften Riesen“. Vielleicht auch aufgrund seines treuherzigen Blicks (bedingt durch die Fellzeichnung) und ausgeprägte Herzlichkeit, erweckt der Bernhardiner manchmal den Eindruck eines Einfaltspinsels.
Hier sollte man sich nicht täuschen lassen. Er ist energisch, intelligent und eigensinnig, aber absolut sensibel und fixiert auf sein Rudel. In diesem Kraftpaket versteckt sich also viel Sensibilität und Feingefühl. Eben: Große Schale, weicher Kern!

Bernhardiner – Auslauf und Erziehung

Wie man sich denken kann, braucht dieser kräftige, ausdauernde und kluge  Hund unbedingt viel Bewegung und möglichst eine Aufgabe. Schon aufgrund seiner Größe ist für den Bernardiner ist eine kleine, enge Wohnung ungeeignet. Mindestens ein Gartengrundstück und ein eigenes Plätzchen in der Wohnung sind Voraussetzung für die Haltung dieses tollen Hundes.
Da der Bernhardiner sich zu einem ausgesprochenen Kraftpaket entwickelt, ist eine gute Erziehung von klein auf fast schon lebensnotwendig.

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2 Kommentare auf "Bernhardiner – der Hund mit dem gemütlichem Blick"

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Juergen Mueller
Gast

hi, bei uns hier in Bad Wildungen (Hessen) geht das Gerücht um, dass Bernhardiener bis heute in der Schweiz als Fleischlieferungen dienen. Da ich mir nicht vorstellen kann, dass dies stimmt, bitte ich um eine Antwort von euch.
mfg Juergen Mueller

admin
Gast

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf folgende Seite: http://tierfreund.anecken.de/hundefleisch.html

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