ᐅ Welpenerziehung. Die 5 wichtigsten Regeln

Welpe mit Hut

Welpenerziehung – Hundewelpen

Der richtige Zeitpunkt: Übernahme des Hundewelpen

Der wahrscheinlich beste Zeitpunkt für die Übernahme eines Welpen ist die 8. Woche nach seiner Geburt, weil das Verhalten des Babyhundes zu dieser Zeit noch wenig angstgesteuert ist. Er akzeptiert seine neuen Menschen und sein neues Zuhause besonders leicht, was die Welpenerziehung ebenfalls erleichtert.
Wenn die Aufzuchtbedingungen nicht besonders gut sind kann man den Welpen auch schon in der 6. bzw. 7. Woche übernehmen. Man verschenkt sonst als neuer Besitzer wertvolle Zeit zum Bindungsaufbau und zur Sozialisation, je

länger der Hund beim Züchter bleibt. (Erläuterung: Unter Sozialisation versteht man die Anpassung an gesellschaftliche Denk- und Gefühlsmuster durch Verinnerlichung von sozialen Normen, also konkreten Vorschriften, die das Sozialverhalten betreffen)

Die Gesundheit des Welpen

Der Besuch mit dem Hundewelpen beim Tierarzt ist unerlässlich, auch wenn Sie einen völlig gesunden und robusten Welpen zu sich genommen haben. Der Tierarzt Ihres Vertrauens wird nicht nur einen allgemeinen Gesundheits-Checkup durchführen, sondern er kann Ihnen auch in Fragen der Ernährung und Erziehung weiterhelfen. Vielleicht kann er Ihnen sogar eine gute Hundeschule in der Nähe nennen – womit ich eine Hundeschule mit gutem Ruf meine. Das ist nicht zwangsläufig immer der Fall.
Doch zurück zur Hundegesundheit:
Es gibt viele durch Viren oder Bakterien verursachte Erkrankungen, die das Leben eines Hundes, besonders das eines Welpen, in Gefahr bringen können. Deshalb werden von der Bundestierärztekammer verschiedene Impfungen für Hunde empfohlen. Durch die Impfung bildet der Hund Antikörper gegen die jeweilige Infektionskrankheit und ist im Ernstfall schneller in der Lage, auf den jeweiligen Keim mit immunologischen Abwehrmechanismen zu reagieren. Wenn die Mutterhündin regelmäßig geimpft wurde, hat auch sie Antikörper, die sie über die Plazenta und mit der Muttermilch an die Welpen abgibt. Für eine gewisse Zeit sind die Welpen also geschützt.

Ernährung des Welpen

Es ist sinnvoll, das Futter, das der Züchter verwendet hat, weiter zu verwenden, damit der Welpe nicht gleich einen durch die Futterumstellung verursachten Durchfall bekommt. Auch zu diesem Thema empfiehlt sich ein Tierarztbesuch, bei dem Sie den Tierarzt auf die optimale Ernährung Ihres Welpen ansprechen können, so dass die Ernährung in den verschiedenen Entwicklungsphasen Ihres Welpen immer optimal gestaltet werden kann. Wenn Sie das Futter des Hundes umstellen möchten, sollten Sie immer in kleinen Schritten vorgehen, um Durchfall zu vermeiden. Das neue Futter wird zunächst in einem geringen Anteil in das herkömmliche Futter gemischt. Über mehrere Tage hinweg sollte man dann den Anteil des neuen Futters langsam steigern, bis schließlich nur noch das neue Futter gefüttert wird. Dieser Weg empfiehlt sich auch bei der Umstellung von einer Welpen- auf eine Junghunde- und später auf die Erwachsenennahrung.

Das neue Zuhause

Achten Sie darauf, dass sich der Hundewelpe auf seinem Platz wohlfühlt. Richten Sie einen hundefreundlichen, Ihren Vorstellungen entsprechenden Schlafplatz für die Fellnase ein. Welpen mögen es sehr, wenn sie sich ankuscheln können. Letztlich haben sie in ihrem ersten Lebensabschnitt ihre Wurfgeschwister und ihre Mutter um sich und sie schlafen in einem Pulk eng aneinander gekuschelt.
Hundewelpen – der neue Name
Ihr kleiner Hund muss von Ihnen – mit möglichst positiven Erlebnissen verknüpft – erst daran gewöhnt werden, wie er heißt. Wenn Sie z. B. beim Füttern oder während des Spielens den neuen Namen benutzen, wird er sich schnell merken, dass er gemeint ist.
Sollte Ihr Welpe schon einen Namen vom Züchter erhalten haben, Ihnen dieser Name aber nicht gefällt, können Sie ihn leicht umgewöhnen.

Hundewelpen---Schlafplatz

 

Hundewelpen – der neue Schlafplatz
Egal ob Welpe, junger, alter Hund oder Zweit-/Dritthund: Stellen Sie sich schon vor der Ankunft die Frage:
WO soll er schlafen und WORAUF soll er schlafen?
Ihr kleiner Welpe braucht einen Schlafplatz, wo er sich sicher fühlt und wohin er sich zurückziehen kann. Einige Hunde mögen Schlafplätze, von denen sie alles beobachten können, andere bevorzugen höhlenartige Schlafplätze (z. B. unter dem Tisch). Mit einem Plüschtier wird er sich besonders wohlfühlen, auch wenn dieses in nicht allzu ferner Zeit wahrscheinlich seine Form und ein paar seiner Extremitäten verlieren wird.
Wichtiger Hinweis:
Damit der kleine Racker nicht den Eindruck bekommt, er müsse sich um alles kümmern und kontrollieren wer aus und ein geht, sollten Sie nach Möglichkeit den Schlafplatz nicht in den Hausflur oder die Nähe der Haustür verlegen. Das führt zu Missverständnissen und kann später durchaus zum Problem werden.

Welpenerziehung

Welpenerziehung: Stubenreinheit

Einen Hund stubenrein zu bekommen, ist eine echte Herausforderung in der Welpenerziehung. Mit einer gebührlichen Portion an Verständnis, Geduld und den nötigen Tipps ist aber auch dies in den Griff zu bekommen.
Welpen haben immer nach dem Schlafen, dem Fressen und nach dem Spielen das Bedürfnis, ihr Geschäft zu verrichten. Wenn man dieses Wissen berücksichtigt und seinen Welpen in diesen Momenten immer ganz schnell nach draußen bringen kann, wird es nicht lange dauern, bis er stubenrein ist.
Oftmals bekommt man den Welpen vergleichsweise schnell stubenrein, wenn der Züchter schon die notwendige Vorarbeit geleistet hat.
Besonders, wenn er den Hunden die Möglichkeit geboten hat, sich draußen oder in einer extra dafür bereitgestellten Kiste mit Erde oder Sand zu erleichtern, wird das Vorhaben „stubenreiner Welpe“ . schnell gelingen. Schließlich entsprechen diese „Unterlagen“ den Gegebenheiten, die der Welpe nun draußen vorfindet und nutzen soll. Je nach Boden, den die Hunde für die Verrichtung ihrer Geschäfte beim Züchter kennengelernt haben, entwickeln sie schon in dieser frühen Zeit eine echte Vorliebe dafür.
Sollte Ihrem Hundewelpen dennoch einmal ein Missgeschick aufgrund schlechter Vorarbeit des Züchters passieren, sehen Sie bitte von veralteten Erziehungsmethoden ab, wie etwa die Hundenase in das „Missgeschick“ zu drücken. Nutzen Sie lieber effizientere, artgerechte und moderne Methoden. Ermahnen Sie ihn mit einem „Nein“ und tragen Sie ihn trotzdem noch rasch hinaus. Löst er sich (erleichtert er sich) dort noch einmal, loben Sie ihn wieder sehr. Mit der Zeit wird er schon lernen, was Sie mit dem regelmäßigen Hinausführen eigentlich von ihm wollen.
Bedenken Sie, dass Hunde Lob und Strafe nur bis etwa eine Sekunde nach der ausgeführten Handlung mit dieser verknüpfen können. Dies sollte man auch dann unbedingt berücksichtigen, wenn man zugegebenermaßen wieder einmal recht ärgerlich über ein Häufchen auf dem Teppich ist.
Damit er nachts möglichst durchschläft, gehen Sie vor dem Schlafen noch einmal mit ihm hinaus.

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