Urlaub – unser Hund hat Heimweh

Ein Urlaub mit Hund –

für viele Hundebesitzer selbstverständlich, für uns mit überraschenden, unabsehbaren Folgen… (ein Erfahrungsbericht)

Nach nun mittlerweile 2 Jahren gönnten wir uns mal wieder einen Urlaub mit Hund in Dänemark.
Wir haben mit Rücksicht auf unseren Goldi Mozart urlaubstechnisch pausiert, da er lange sehr krank war und wir ihm die Strapazen der Reise nicht mehr zumuten wollten.


In Dänemark – Urlaub mit unserem Hund

Im Januar haben wir ihn dann schweren Herzens über die Regenbogenbrücke gehen lassen müssen. Jetzt im Mai starteten wir nun mit unserer Deutschen-Doggen-Omi Sunny (11 Jahre) wieder Richtung Norden.

Bei herrlichem Sonnenschein und tüchtigem Seewind genossen wir alle die ersten Tage in vollen Zügen. Und dann?
Tja, dann stellte sich bei unserer Sunny doch tatsächlich Heimweh ein. Anders können wir uns es einfach im Nachhinein nicht erklären.

Die sonst so ruhige und ausgeglichene Sunny wurde zunehmend unruhig und verweigerte dann sogar ihr Fressen, was bei ihr wirklich eine Alarmwirkung hat! Nach so vielen Jahren kennt man sein Tier, hier war tatsächlich etwas absolut nicht in Ordnung!
Sie nutzte jede Möglichkeit ins Freie zu kommen und stellte sich auffordernd ans Auto.“Nun macht schon auf, ich will nach Haus!“ Natürlich haben wir es zunächst nicht so erkannt, wir glaubten, sie wolle einfach Auto fahren, was sie auch immer sehr gern tut.


Wieder zu Hause – Urlaub mit Hund beendet

Letztendlich fuhren wir tatsächlich einen Tag früher als geplant. Der Hauptgrund war unsere Sunny, weil es ihr wirklich schlecht ging und wir so schnell wie möglich unseren Tierarzt, der sie von Welpenalter an kennt und behandelt, aufsuchen wollten.

Man kann es kaum glauben, den Tierarzt mussten wir nicht mehr bemühen! Nach einer guten Fahrt sprang sie putzmunter aus dem Auto und als sie erkannte, wo sie war: Juchhu, wir sind zu Hause! Sie hob bald ab, so ging die Rute vor Freude. Nach einem Tag ausruhen, schlafen und wieder mampfen ist sie wieder die Alte! Eher noch lebendiger als vorher!

Natürlich sucht man nach Erklärungen, wir haben diese:
Sunny hat einfach in dieser Situation ihren Kumpel Mozart mehr als vermisst!
Alle ihre Menschen waren bei ihr, jedoch zum ersten Mal Mozi nicht.

Den Verlust von Mozart hat sie (soweit wir es beurteilen können) insgesamt gut verkraftet. Sie hat ihn nie gesucht oder offensichtlich getrauert. Ihr Instikt hatte ihr mit Sicherheit gesagt, dass er sehr, sehr krank war und sie wird sich schon sehr früh von ihm verabschiedet haben.

Obwohl sie in der Hundebeziehung immer „die Hosen anhatte“, war Mozart im Urlaub stets der Vorreiter. Er erkundete sofort freudig das Ferienhaus und am Strand gab es für ihn als typischen Goldi kein Halten mehr. Die ganze Nordsee gehörte ihm! Sie natürlich dann immer hinterher. Die Wassertoberei der beiden wollte dann immer kein Ende nehmen. Wie oft haben wir im Frühjahr oder Herbst die Hosenbeine hochkrempeln müssen, um die beiden endlich wieder an Land zu holen. Besonders Mozart fand das damals überhaupt nicht lustig.


wir-hundefreunde-Heimweh..
Heimweh..

Urlaub mit Hund – Missverständnisse

Als wir das Ferienhaus betraten, schaute sie nur skeptisch und fragte sich wohl, was wir dort wollten.
Beim ersten Strandbesuch wurde es eigentlich schon offensichtlich, bloß richtig gedeutet haben wir Menschen es nicht.
Wir hatten mit Rücksicht auf Sunny, die ihrem Alter entsprechend keine Gewalttouren mehr laufen kann, bewusst einen Ferienort mit Autostrand ausgewählt.
Sie hielt ihre Nase in den Wind, sprang freudig aus dem Auto und stürmte Richtung Wasser. Als sei sie gegen eine unsichtbare Wand geprallt, blieb sie abrupt stehen und schaute ziemlich verwirrt. Danach trottete sie sehr unlustig zu uns Menschen zurück. Gut, natürlich hier und dort geschnüffelt, andere Hunde, Menschen und Möwen beobachtet, aber von Lebensfreude pur war keine Rede mehr.

Bei den anderen Spaziergängen durch Wald oder Dünen benahm sie sich normal, hatte aber offensichtlich keine große Lust. Wir wissen natürlich, dass sie von Athrose geplagt ist und um sie zu schonen, wurden die Touren auch immer kürzer.

Es gibt ja ein Sprichwort: Alte Bäume soll man nicht verpflanzen!
Hat jemand von Euch auch solche Erfahrungen gesammelt? Hatte auch euer Hund Heimweh nach zu Haus? Dann schreibt doch einfach mal.

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1 Kommentar auf "Urlaub – unser Hund hat Heimweh"

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[…] Ergänzung: Im Mai stellten wir bei unserer Doggendame eine Wesensveränderung fest, mit der wir nicht gerechnet hatten. Den Bericht dazu finden Sie hier. […]

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