Ist es möglich – hat unser Hund Sonnenbrand?

Hund Sonnenbrand
Ist es möglich – hat unser Hund Sonnenbrand?
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Auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen

Pack die Badehose ein und fahr mit mir zum Baggersee.
So würde wahrscheinlich eine Fellnase den bekannten Schlager abwandeln.
Was aber tun, wenn all unsere Vorsichtsmaßnahmen nicht geholfen haben (siehe auch Beitrag „Sommerhitze und dickes Fell“) und er sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Sonnenbrand oder gar einen Hitzschlag „eingefangen“ hat?
Ja, auch Hunde können einen Sonnenbrand bekommen. Man vermutet es nicht, denn sie haben ja „ein dickes Fell“. Weit gefehlt, die meisten Hunde sind, insbesondere auf der Nase (Nasenspiegel), sehr sonnenbrandgefährdet!

Nur keinen Sonnenbrand holen

Natürlich auch frisch geschorene Hunde und solche mit hellem, kurzem Fell. Besonders wenn wir ihnen einen ausgiebigen Badespaß im schönsten Sonnenschein gönnen.
Weiß man ja, im Wasser erwischt einen der Sonnenbrand gern und gründlich.
Wir Menschen tragen Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf und erneuern ihn nach einem ausgiebigen Schwimmvergnügen.
Und nicht vergessen: Wir Menschen sagen oft: “Mir tritt der Schweiß aus allen Poren“.
So reguliert unser Körper die hohen Temperaturen. Ein Hundekörper kann das nicht, lediglich über die Schweißdrüsen an den Pfoten und durch das Hecheln kann er versuchen, sich Kühlung zu verschaffen.

Was kann man also gegen einen Sonnenbrand beim Hund  tun?

Natürlich kann man auch beim Hund eine Creme mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen, aber…. mmh, lecker! Die meisten Vierbeiner schleckern sie, soweit die Zunge reicht, gern wieder ab. Und Creme im Fell? Na ja, auch nicht besonders schön.
Also bleibt uns nur, sehr umsichtig zu sein (Tipps s. unter „Sommerhitze und dickes Fell“).

Wenn Du also in diesem Sommer Strandausflüge und Outdoor-Aktivitäten mit deinem Hund planst, achte darauf, ihn vor den starken UV-Strahlen der Sonne zu schützen. Genau wie Menschen sind Hunde anfällig für schmerzhafte Verbrennungen und sogar Hautkrebs.

Schütze deinen Hund mit diesen Tipps.

Welche Hunde bekommen einen Sonnenbrand?

Einige Hunde sind anfälliger für Sonnenbrand als andere. Helle Hunde zum Beispiel haben eine helle Haut unter ihrem Fell – und ein größeres Risiko für Hautschäden durch die Sonne. Hunde mit dünnem Haar, besonders aber die haarlosen Rassen sind besonders gefährdet für Sonnenbrand und sogar Hautkrebs. Alle Hunde, unabhängig von der Dicke ihres Fells, haben empfindliche Körperpartien mit weniger oder gar keinem Fell. Z. B. der Bauch und die Ohren haben eine empfindliche Haut; selbst die Nase eines Hundes kann austrocknen und wund werden.

 

Schütze die Pfoten deiner Fellnase vor überhitzten Straßen

Neben Sonnenbrand sind auch heiße Straßen und Wege im Sommer von Bedeutung, da sie durch den erhitzten Asphalt die Pfoten verbrannt werden können.

Wenn es zu heiß für deine eigenen Füße ist, dann ist es auch zu heiß für deinen Hund.

Vermeide Spaziergänge während der heißen Tage und überprüfe die Temperatur der Wege, auf denen Du mit deinem Hund gehst.
Man geht im Schatten und im Notfall trägt man seinen Hund auch ‚mal, wenn man eine heiße, gepflasterte Straße überqueren muss.

 

Vorbeugung: Schirm

Gehe am besten mit deinem Hund früh am Morgen oder später am Abend, um den heißesten Abschnitt des Tages zu vermeiden. Dies verhindert nicht nur, dass die Haut deines Hundes durch die heißen Sonnenstrahlen geschädigt wird. Früh morgens oder abends sind die Straßen natürlich kühler, was für deine Fellnase natürlich deutlich angenehmer ist.

 

Anzeichen von Hundesonnenbrand

Genau wie Menschen, die zu viel Sonne bekommen, bekommen auch Hunde rote Haut, die empfindlich ist. Die anfälligsten Bereiche wie Nase, Ohren und Bauch sind wahrscheinlich entzündet. Achte auf trockene, rissige Haut. Andere Anzeichen von Sonnenbrand sind ständiges Kratzen an empfindlichen Stellen. Bei starkem Sonnenbrand kann dein Hund sogar leichtes Fieber bekommen.

 

Behandlung

Wenn Du den Verdacht hast, dass dein Haustier einen Sonnenbrand hat, ist eine tierärztliche Behandlung empfehlenswert. Möglicherweise sind mehr Schäden an der Haut aufgetreten, als du zunächst sehen kannst.

Die Behandlung des Sonnenbrands richtet sich nach der Schwere der Verbrennung. Nach der Diagnose und Erstbehandlung kann eine tägliche Behandlung mit Wundreinigung und örtlicher Betäubung notwendig sein.

Hund-Sonnenbrand

Alarmzeichen: Hitzschlag

Was jedoch tun, wenn unser Hund plötzlich entweder sehr unruhig wird, Durchfall bekommt oder gar apathisch ist?

Das sind untrügliche Zeichen für einen Hitzschlag.
Unbedingt für Kühlung sorgen! In den Schatten oder einen kühlen Raum bringen, mit feuchten, kalten Tüchern oder Besprühen mit kaltem Wasser für Abkühlung sorgen. Aber Achtung, immer von unten nach oben, also langsam von den Beinen aufwärts über Bauch und Brust zum Kopf.
Unbedingt für ausreichend frisches Trinkwasser sorgen (sofern das Tier nicht zu apathisch oder gar bewusstlos ist).
Es versteht sich von selbst, das so etwas ein absoluter Notfall ist und der Hund, natürlich nicht im aufgeheizten Auto, umgehend zum Tierarzt bzw. Tierklinik gebracht werden muss.
Fazit: Natürlich packen wir die Badehose ein und fahren zum Baggersee….. aber alles mit Verstand und Umsicht.

Was kann es Schöneres geben… Mensch und Hund gehen gemeinsam schwimmen oder planschen.

In diesem Sinne
Herrliche, erholsame Sonnentage für die 2- und 4 Pfoten, und zwar ohne dass dein Hund Sonnenbrand bekommt!

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