Die Erziehung eines Welpen ist relativ einfach – für den kleinen Vierbeiner. Für den Hundebesitzer bedeutet „Welpenerziehung“ in den nächsten Monaten vor allen Dingen viel Aufmerksamkeit, Konsequenz und die Vermeidung von Missverständnissen mit seinem Hund.

Ob du es glaubst oder nicht, Verhaltensprobleme sind der Hauptgrund, warum Besitzer ihre Hunde in Tierheime geben. Glücklicherweise können die meisten Verhaltensprobleme durch eine angemessene Ausbildung und Sozialisation als Welpe verhindert werden. Dieser Leitfaden ist dreiteilig und gibt einen kurzen Einblick in die Grundregeln der Welpenerziehung.

Wie du durch angemessene Sozialisation Schüchternheit und Angst bei deinem Hund vermeiden kannst.

Der richtige Umgang mit Welpen während ihrer Sozialisierungsphase ist entscheidend für die Vermeidung von Verhaltensproblemen.
Die kritische Sozialisierungsphase bei Welpen beginnt im Alter von 3 Wochen und dauert bis zum Alter von 12-16 Wochen, (ca. 4 Monate) je nach Rasse.
Eine angemessene Sozialisation beinhaltet, dass du deinen Welpen einer Vielzahl von neuen Menschen, Tieren, Orten und Situationen aussetzt. Die frühe Sozialisation ermöglicht eine gesunde Entwicklung des Sozialverhaltens und kann dazu beitragen, Aggressionen zu verhindern, die auf der Angst vor anderen Hunden, Menschen oder neuen Umgebungen basieren.

Tierärzte empfehlen, dass man 100 Personen ermöglicht, sich mit deinem Welpen zu treffen. So kann er viele positive Erlebnisse haben, bevor er 16 Wochen alt ist.

Klingt nach einer guten Begründung ein paar Partys anzuleiern!

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Die Welpengruppe: Eigentlich nur Vorteile

Ein einfaches und effektives Mittel in der Welpenerziehung ist es, mit ihm in die Welpengruppe einer Hundeschule zu gehen. Diese Gruppe bietet Welpen die Möglichkeit, in einer sicheren und kontrollierten Umgebung soziale Beziehungen zu anderen Tieren und Menschen aufzubauen.
Neuere Studien zeigen, dass Welpen, die in Welpengruppen waren, eher zu Hause bleiben als Welpen, die dies nicht taten. Welpengruppen werden in fast jeder Hundeschule angeboten.

Die Auswirkungen einer unsachgemäßen Sozialisation von Welpen können verheerend sein, was zu angstbasierter Aggression gegen Menschen und/oder andere Hunde sowie zu extremer Schüchternheit und Angst führen kann.

 

Grundausbildung am „Töpfchen“

Da „Hinterlassenschaften“ eine der häufigsten Beschwerden von Hundebesitzern ist, ist es wichtig, ein Töpfchen-Reinlichkeitstraining einzuführen, sobald dein neuer Welpe ankommt.
Als Faustregel gilt für Welpen, dass sie Urin nicht länger als eine Stunde pro Monat und Alter, maximal bis zu etwa 10 Stunden, „halten“ können.

Welpenerziehung-WH

Hier sind drei Grundregeln für dein Töpfchen-Trainingsprogramm:

  • Wenn du zu Hause bist:

    Lass deinen Welpen während der Trainingszeit NIEMALS unbeaufsichtigt. Das können Situationen sein, wenn du das Abendessen kochst, die Toilette benutzt, ein Nickerchen machst oder einen Moment, in dem du nicht genau aufpassen kannst, usw. Bringe deinen Welpen in sein Körbchen mit einem Leckerbissen oder Knochen, halte ihn in der Küche fest oder nimm ihn mit, wo du ihn jederzeit sehen kannst.
    Sollte er versuchen, sich im Haus zu lösen, kannst du ihn aufhalten, bevor er eine Chance bekommt, indem du ihn sofort nach draußen führst. Wenn du nicht in seiner Nähe bist, wird er sein Geschäft verrichtet haben, bevor du die Chance hattest, es zu verhindern.
    Jeder Fehler ist ein Schritt zurück – hilf deinem Welpen, indem du immer ein Auge auf ihn hast.

 

  • Einmal pro Stunde:

    Begleite deinen Hund nach draußen in seinen Toilettenbereich. Gib einen „Topf“-Befehl (sei kreativ, aber konsequent) und gib ihm zwei bis drei Minuten Zeit, sich zu erleichtern.
    Es ist sehr wichtig, dass du deinen Hund während der Trainingstage nach draußen begleitest. Wenn er dann sein Geschäft verrichtet, belohnst du ihn mit Begeisterung, indem du ihm Leckereien gibt’s und lobst.

 

  • Wenn du nicht zu Hause bist:

    Lass NIEMALS einen nicht auf Töpfchen trainierten Hund in deinem Haus frei herumlaufen, während du weg bist!
    Eine solche Situation ist das wird wahrscheinlich in einer Katastrophe enden; du willst nicht, dass dein Hund jemals an irgendeinem Ort außer ihrem ausgewiesenen Toilettenbereich sein Geschäft verrichtet.
    Deshalb ist es wichtig, dass er in einem Zimmer bleibt, während du weg bist. Wenn du ihn in einer Welpenkiste lässt, sollte sie groß genug sein, damit er sitzen, stehen und sich umdrehen kann. Wenn er zu viel Platz hat, kann er lernen, sich in einer Ecke zu lösen und in einer anderen zu schlafen.

Du willst, dass dein Welpe die Verbindung herstellt, dass es nicht angebracht ist, in „Wohnbereichen“ zu pullern? Wenn er bereit ist, in seinem Bereich „Pfützen zu machen“, was hält ihn dann wohl davon ab, in deinen zu gehen?

Teil 2 des Themas Welpen und Welpenerziehung kommt in Kürze!

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