Durchfall – das stinkt mir.

Durchfall ist eine häufige Erkrankung des Hundes und schwankt in der Häufigkeit, Dauer und Intensität von Hund zu Hund. Es gibt viele Gründe, warum dein Hund an Durchfall leiden kann.
Ich zeige dir hier die 12 häufigsten Auslöser die für Durchfall beim Hund infrage kommen und was du dagegen tun kannst:

  • Diätetische Indiskretion (wenn Hunde etwas fressen, was sie normalerweise nicht fressen)
  • Ernährungsumstellung
  • Lebensmittelintoleranz
  • Allergien
  • Parasiten
  • Giftige Substanzen oder Pflanzen
  • Einen unverdaulichen Fremdkörper schlucken
  • Infektionen mit häufigen Viren
  • Bakterielle Infektionen
  • Krankheiten
  • Antibiotika und andere Medikamente
  • Stress oder emotionale Verstimmung

Durchfall beim Hund

In den meisten Fällen verläuft der Durchfall beim Hund sehr mild, so dass du ihn ohne Tierarztbesuch in den Griff bekommen kannst. Es gibt viele Hausmittel wie Reis, Kürbis, Hähnchen, Möhrenbrei usw., die schnell Abhilfe schaffen können. Wenn dein Hund andere Symptome wie Erbrechen aufweist, der Durchfall nicht aufhört, der Hund ein neues Medikament einnimmt oder die Dinge einfach nicht richtig erscheinen, solltest du einen Tierarzt aufsuchen. Du allein kennst deinen Hund am besten und nur du kennst die subtilen Anzeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Hör auf dein Bauchgefühl, wenn du der Meinung bist, dass du tierärztliche Hilfe benötigst.

Hundedurchfall: 3 Ursachen

Durchfall beim Hund ist ein häufiges Problem.
Der 1. Grund ist, weil unsere geliebten Vierbeiner gern ihre Nase in den Dreck stecken und
2. beim Spazieren gehen oder im Garten gern schnell mal was wegfuttern, was ihnen vor das Maul kommt.
Die 3. Ursache für Durchfall beim Hund kann aber auch durch ernstere Gesundheitsprobleme verursacht werden.
Einige dieser Probleme erfordern besondere Aufmerksamkeit, insbesondere wenn der Durchfall schwerwiegend ist oder häufig auftritt.

Hundedurchfall: Worauf man achten muss

Weicher bis flüssiger Stuhl sind natürlich der Hauptindikator für Durchfall. Der Durchfall kann auch mit Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Bauchschmerzen, Lethargie und anderen Krankheitssymptomen einhergehen.

Hundehaufen
Shit happens…

Akuter Durchfall beim Hund – weitere Ursachen (Stress, Unverträglichkeiten…)

Akuter Durchfall (der plötzlich auftritt) bei einem ansonsten gesunden Hund ist oft auf eine Unverträglichkeit in der Ernährung (Aasfresser oder Essen außerhalb der Nahrung wie z.B. Essensreste), auf Stress, auf eine plötzliche Ernährungsumstellung (Wechsel der Nahrung ohne Übergangszeit) oder auf virale, bakterielle oder parasitäre Infektionen zurückzuführen.

Chronische Diarrhöe kann durch Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten, Stress, einige Arten von Parasiten (z.B. Giardien, Haken-, Spul- und Peitschenwürmer), bakterielle Infektionen, Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, entzündliche Darmerkrankungen, Reizdarmsyndrom, einige Krebsarten und Krankheiten außerhalb des Magen-Darm-Trakts (z.B. Leberversagen oder Herzkrankheiten) verursacht werden.

Diese Arten von Gesundheitsproblemen müssen mit deinem Tierarzt besprochen werden und können verschreibungspflichtige Medikamente erfordern.

Sofortige Versorgung bei Hunden mit Durchfall

Frage zunächst deinen Tierarzt um Rat, wie du mit dem Durchfall deines Hundes umgehen sollst.

Eine weitere wichtige Frage ist:  Ist dein Hund jung oder alt? Wie sieht es mit seinem derzeitigen Gesundheitszustand aus?

Junge oder alte Hunde können stark geschwächt werden, selbst wenn sie an relativ leichtem Durchfall leiden.

Deinen Tierarzt solltest du kontaktieren wenn dein Hund Durchfall mit folgenden Syntomen hat:

– ist der Durchfall beim Hund häufig und/oder sehr wässrig

– ist im Stuhl mehr als nur ein bisschen Blut

– ist er dunkel und teerig

ODER wenn dein Hund:

– sich heftig erbricht

– lethargisch oder deprimiert ist

– unter Schmerzen seinen Kot absetzt

Dies können Anzeichen für potenziell ernste Gesundheitszustände sein.

Wenn dein Hund ein ansonsten gesunder Erwachsener ist, dann ist es sinnvoll, einige Behandlungen zu Hause zu versuchen.

Akuter Durchfall beim Hund – Welche Hausmittel helfen

Durchfall beim Hund

Für gesunde erwachsene Hunde, die einen leichten Durchfall ohne andere Symptome haben, helfen diese Hausmittel:

  • Stelle sicher, dass dein Hund Zugang zu viel sauberem Wasser hat, um eine Dehydrierung zu vermeiden. Ermutige deinen Hund zum Trinken. Biete bei Bedarf zusätzlich zum Wasser verdünnte, natriumarme Hühner- oder Rinderbrühe oder Pedialyte an.
  • Gib deinem Hund eine kleine Mahlzeit aus gekochtem, weißem Hühnerfleisch (ohne Knochen und Haut) und weißem Reis – Du kannst auch Nudeln, Süßkartoffeln oder Kürbis anstelle von Reis verwenden. (Kürbis und Süßkartoffeln können auch der regulären Nahrung Ihres Hundes hinzugefügt werden, um die Ballaststoffaufnahme zu erhöhen). Dieses Futter kannst du ihm geben, bis sich seine Stuhlkonsistenz wieder normalisiert hat. Wenn dein Hund eine Hühnerallergie hat, solltest du das Protein durch eine hypoallergene Variante ersetzen.
  • Wenn der Durchfall länger als 24 Stunden anhält oder sich der Zustand deines Hundes zu irgendeinem Zeitpunkt verschlechtert, ruf sofort deinen Tierarzt an.

Hausmittel bei akutem Durchfall mit Erbrechen bei Hunden zu Hause

Für Hunde mit Durchfall, die sich nur ein- oder zweimal erbrochen haben:

Entferne das gesamte Futter für 8-12 Stunden.

Um eine Dehydrierung zu vermeiden, biete deinem Hund häufig kleine Mengen Wasser über den Tag verteilt an. Bei Bedarf kannst du zusätzlich zu Wasser auch etwas verdünnte, natriumarme Hühner- oder Rinderbrühe oder Pedialyte anbieten.

Wenn sich dein Hund mindestens 8-12 Stunden lang nicht erbrochen hat, biete ihm eine kleine Menge gekochtes, weißes Hühnerfleisch (ohne Knochen, Haut und Gewürze) und weißen Reis an.

Warte zwei Stunden. Wenn sich dein Hund in dieser Zeit nicht erbrochen hat, kannst du eine weitere kleine Mahlzeit mit gekochtem Hühnchen und Reis anbieten.

Setzen diese Schonkost 1-3 Tage lang fort, indem du die Menge der angebotenen Nahrung bei jeder Mahlzeit allmählich erhöhst und die Zeit zwischen den Mahlzeiten verlängerst, bis die Stuhlkonsistenz wieder normal ist. Du musst allmählich wieder auf die typische Ernährung deines Hundes umstellen, um eine weitere Magen-Darm-Störung zu vermeiden.

Wenn der Durchfall beim Hund länger als 24 Stunden anhält oder sich der Zustand Ihres Hundes zu irgendeinem Zeitpunkt verschlechtert, rufe sofort deinen Tierarzt an.

Diagnose bei Hunden mit Durchfall

Wenn dein Hund unter häufigem Flüssigkeitsabfluss leidet oder der aktuelle Anfall schwer ist und/oder mit Erbrechen, Lethargie, Bauchschmerzen oder Gewichtsverlust einhergeht, mache einen Termin beim Tierarzt.

Die Diagnose der Ursache von Hundedurchfall kann manchmal so einfach sein wie die Durchführung einer einfachen Untersuchung des Stuhls. Manchmal ist sie jedoch eine Herausforderung und erfordert verschiedene Verfahren wie Blutuntersuchungen, Bauchröntgen oder Ultraschall, eine Endoskopie oder eine explorative Operation.

Video: Hausmittel gegen Durchfall beim Hund (Dauer: 1:19)

Wie man Durchfall bei Hunden verhindert

Es gibt mehrere Möglichkeiten, das Auftreten von Durchfall bei Hunden zu reduzieren:

  1. Ändere nicht plötzlich die Ernährung deines Hundes.
  2. Gib deinem Hund keine Knochen als Spielzeug (festes Kauspielzeug aus Gummi ist die bessere Wahl).
  3. Lass deinen Hund nicht mit kleinen Gegenständen spielen, die verschluckt werden könnten.
  4. Füttere deinen Hund nicht mit Tischabfällen.
  5. Erlaube deinem Hunnd nicht, den Müll zu durchwühlen oder ähnliches.
  6. Achte beim Spaziergang darauf, dass er nichts zu sich nimmt ohne deine Erlaubnis

Farbe, Konsistenz, Geruch des Hundekots richtig deuten:

Grundsätzlich solltest du den Kot deines Hundes regelmäßig in augenschein nehmen. Ja, du hast richtig gelesen. Dein Hund kann dir nicht erzählen was ihn gerade quält oder warum er sich unwohl fühlt. Der Kot kann dir aber eine Menge erzählen.

Woraus besteht Hundekot eigentlich?

Im Kot deines Hundes befinden sich Bakterien, Verdauungssekrete, Epithelzellen, Schleim und Bestandteile des Futters, die dein Hund nicht verdauen kann. Je höher der Kohlenhydratanteil und je mehr schwer verdauliche Zusätze im Hundefutter sind, desto größer der Haufen.

Wir wissen ja alle, dass Hunde in erster Linie Fleischfresser sind. Deshalb können sie Kohlenhydrate in Form von z. B. Getreide schwer verdauen. Da dein Hund die enthaltenen Nährstoffe im Getreide nicht benötigt, werden sie überwiegend über den Kot wieder ausgeschieden. Man könnte sagen: Je mehr Getreide im Futter ist, desto höher ist der Kotabsatz.

Unverzichtbar für die Gesundheit deines Hundes sind Kohlenhydrate und Faserstoffe in Form von Obst und Gemüse. Sie fördern die gesunde Verdauung und schützen die Darmflora. Z. B. Äpfel und Möhren enthalten Pektin und Inulin, diese Stoffe sind sehr wichtig für die Darmbakterien.

Konsistenz des Kots

Die ideale Kotkonsistenz ist nicht zu hart und nicht zu weich. Es ist wichtig, dass der Hund schmerzfrei seinen Kot absetzten kann. Werden z. B. minderwertige Schlachtabfälle im Hundefutter verwendet oder sind zu wenig pflanzliche Faserstoffe enthalten, wird der Kot sehr weich sein. Hier ist zu viel unverdauliches Eiweiß enthalten.

Ist der Darm gereizt oder liegt eine Entzündung vor wird der Kot wässrig und im schlimmsten Fall kommt es zu Durchfall. Die Darmreizung oder Entzündig kann durch Bakterien, Futterunverträglichkeiten, Parasiten oder Viren entstehen.

Bewegungsmangel, Wassermangel, zu viele Knochen, die evtl. auch noch mit Chemikalien belastet sind können zu hartem Kot oder sogar zur Verstopfung führen.

Was verrät uns die Farbe des Kots

In erster Linie richtig sich die Farbe nach der Zusammenstellung des Futters.
Frisst dein Hund z. B. gern Wild, ist der Kot vermutlich dunkler als bei einem Hund der z. B. Huhn oder Fisch zu sich nimmt. Generell geht man von einer dunkelbraunen Farbe des Kots aus. Schwarzer Kot kann auf Blutungen im Verdauungstraktes hinweisen. Ist die Fettverdauung gestört wird der Kot sehr hell sein. Verfütterst Du z. B. Futter mit viel roten oder grünem Gemüse wird der Kot rötlich oder gelbgrün sein. Hat dein Hund Probleme mit der Gallsenblase, kann die rötliche oder gelbgrüne Färbung dafür ein Indiz sein. Liegt eine bakterielle Entzündung vor erkennst du dies an einem grau-grünlichen Kot.

 

Durchfall beim Hund

Kot – was duftet denn da so

Viele Hundebesitzer kennen es. Man geht gemütlich spazieren und als der Hund gerade sein Häufchen macht kommt eine Duftfahne herübergeweht…puuh.

Der Geruch des Kots wird durch 3 Faktoren bestimmt. 1. Das Futter, 2. Die Verdauungszeit und 3. Der Wassergehalt. Ist der Wassergehalt sehr gering, ist es auch der Kotabsatz. Flüchtige Fettsäuren verursachen einen fauligen Geruch. Diese Fettäuren werden viel zu schnell durch den Dickdarm geschleust, so dass der Geruch entsteht.

Wie du siehst kann Dir der Kot deines Hundes eine Menge erzählen. Deshalb ist es enorm wichtig, hin und wieder einen Blick darauf zu werfen. Auch wenn das nicht unbedingt immer angenehm ist.

 

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