Das Hundegeschirr ein wichtiges Accessoire für die Gesundheit deines Hundes. Wie sicher sind unsere Hunde mit Hundegeschirr im Auto?
Ein verblüffendes Ergebnis erwartet dich.

Ich habe ein paar Stunden im Internet verbracht und stelle dir hier kurz und knapp ein paar Hundegeschirre vor, die in diversen Testberichten aber auch bei Kundenrezensionen auf Amazon und Co. gut abgeschnitten haben.

Was eignet sich besser – Hundegeschirr oder Halsband?

Ein Hundegeschirr ist eine gute Alternative zu Halsbändern. Gerade wenn man einen Hund hat der ständig an der Leine zieht (auch wenn wir in der Hundeschule es anders gelernt haben), ist es sinnvoll ein Hundegeschirr anstatt eines Hundehalsbandes zu verwenden. Hundehalsbänder können schwere gesundheitliche Schäden an der Wirbelsäule, dem Kehlkopf oder der Luftröhre hervorrufen. Besonders davon betroffen können Welpen oder jungen Hunden in der Entwicklungsphase sein.

 

Hundegeschirr im Vergleich

Die 5 häufigsten Hundegeschirre, die verwendet werden

Wenn du durch die Zoofachhandlungen schlenderst wirst du feststellen, dass es eine Vielzahl an Hundegeschirren gibt. Auch hier lautet das Motte wieder, wer die Wahl hat, hat die Qual. Aber ich helfe dir mit einer kleinen Übersicht schnell aus dem Wirrwarr raus.

Man unterscheidet 5 Arten von Hundegeschirren

Norwegergeschirr:

Durch die leichte Handhabung beim An- und Ausziehen bestens für sensible Hunde geeignet.
Hals- und Nackenbereich werden nicht belastet. Kein Steg zwischen den Beinen des Hundes.

Hunde können sich aus den Geschirren leicht befreien.
Lässt sich nur in geringem Maß verstellen. D. h. das Geschirr muss von vornherein wirklich sehr gut passen.

Material:
pflegeleichtes Nylon mit leichter und dickerer Polsterung erhältlich,
einige sind auch mit Reflektoren ausgestattet, in der dunklen Jahreszeit sehr sinnvoll. Die Polsterung besteht aus z. B. Fleece oder Neopren.

Preissegment: ca. 12-24 €

 

Step-In-Geschirr:

Diese Hundegeschirr ist für kleine Hunde oder Welpen geeignet. Das Geschirr Wird quasi wie eine Hose angezogen. Die beiden Vorderpfoten in die
Schlaufe Stellen und oben am Rücken zusammenklippen.

Für Hunde die es nicht mögen etwas über den Kopf gezogen bekommen gut geeignet. Auch bei diesem Hundegeschirr wird kein Druck auf Hals und Brustkorb ausgeübt.

Material:
pflegeleichtes Nylon gepolstert oder ungepolstert

Preissegment: ca. 6-25 €

Hundegeschirr Vergleich

Sattelgeschirr:
das Sattelgeschirr ist aus dem Norwegergeschirr entstanden. Es unterscheidet sich in der Breite des Rückenteils. Beim Sattelgeschirr ist der Rückenteil breite und bietet somit mehr halt.

Für Hunde mit langem oder dickem Fell evtl. nicht so gut geeignet, da es durch die breite Auflagefläche im Schulterbereich zu Scheuerstellen kommen kann. Wie beim Norwegergeschirr muss man darauf achten, dass es von vornherein optimal sitzt. Auch hier gibt es nicht so viele Verstellmöglichkeiten.

Material:
pflegeleichtes Nylon mit leichter und dickerer Polsterung erhältlich, einige sind auch mit Reflektoren ausgestattet, in der dunklen Jahreszeit sehr sinnvoll. Die Polsterung besteht aus z. B. Fleece oder Neopren.

Preissegment: ca. 12-24 €

 

Führgeschirr:
Das Führgeschirr gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Die bekannteste Form ist die T-Form. Das Führgeschirr hat noch eine zusätzliche Schlaufe für den Kopf.  Dieses Geschirr hat ein Rückensteg und einen schmalen Bruststeg der von der Kopfschlaufe hinter die Vorderbeine geführt wird und seitlich am Rückensteg befestigt wird. Dadurch entsteht eine 2 Schlaufe die hinter den Vorderbeinen über den Rumpf verläuft.

Es lässt sich perfekt in der Größe verstellen und schränkt deinen Hund in seiner Bewegung kaum ein. Sie werden in der Regel sehr gut von deinem Hund angenommen.

Material:
pflegeleichtes Nylon mit leichter und dickerer Polsterung erhältlich, einige sind auch mit Reflektoren ausgestattet, in der dunklen Jahreszeit sehr sinnvoll. Die Polsterung besteht aus z. B. Fleece oder Neopren.

Preissegment ungepolstert: ca. 8-20 €
Preissegment gepolstert: ab 38 €

 

Y-Geschirr:
Das Y-Geschirr kommt dem Führgeschirr sehr nah. Allerdings gibt es hier keinen Rückensteg. Du führst die beiden Schlaufen für den Rumpf und Hals oben auf den Rücken zusammen. Hier gibt es meistens noch einen Ring an dem du die Leine befestigen kannst.

Auch das Y-Geschirr kannst du wunderbar in der Größe verstellen. Es sitzt etwas enger als ein Führgeschirr. Dein Hund kann sich hier nicht so schnell herauswinden.

Material:
pflegeleichtes Nylon mit leichter und dickerer Polsterung erhältlich, einige sind auch mit Reflektoren ausgestattet, in der dunklen Jahreszeit sehr sinnvoll. Die Polsterung besteht aus z. B. Fleece oder Neopren.

Preissegment ungepolstert: ca. 8-20 €
Preissegment gepolstert: ab 38 €

Hundegeschirr – Mehr Sicherheit im Auto oder doch nicht

Viele Hunde lieben es, im Auto zu fahren, da sie so die Möglichkeit haben, die Landschaft zu erkunden, sich an neuartigen Gerüchen zu erfreuen und die Autofahrer auf den angrenzenden Fahrspuren anzubellen!

Mit dem Hund unterwegs im Auto

Auch du nimmt bestimmt gern deinen Hund mit, wenn du mit dem Auto unterwegs bist. Ganz gleich ob Du einen Urlaub, eine Städtereise planst oder gerade mal eben zum Supermarkt willst. Dein Hund ist ein Familienmitglied und du möchtest, dass er immer dabei ist.

In der Regel macht uns und unseren Hunden das Autofahren Spaß. Aber auf der anderen Seite denken wir viel zu wenig darüber nach, dass das Fahren mit unseren geliebten Hunden viel gefährlicher als normal sein kann. Und, seien wir ehrlich – das Fahren ist selbst unter den besten Umständen ziemlich gefährlich.

Tatsächlich erhöhen Hunde nicht nur Ihr Unfallrisiko, sondern können auch Unfälle gefährlicher machen.

Welche Sicherungsmöglichkeiten gibt es im Auto für Hunde?

Glücklicherweise gibt es Möglichkeiten, diese Gefahren zu mindern und Ihre geliebten Freunde und Bekannten bei ihren Fahrten in der Stadt zu schützen.

In verschiedenen Crashtests wurden Transportboxen aus Kunststoff, Stoff oder Metall sowie die Transportgitter getestet. Wenn du dich dafür interessierst erfährst du hier ein paar Eckdaten zu Hundegeschirren und Transportboxen.

Was ist sinnvoll und was ist gefährlich.

Ein in der Schweiz ausgeführter Crashtest hat ganz klar gezeigt, dass Hundegeschirre die schlechteste aller Möglichkeiten ist, einen Hund im Auto zu sichern. Am besten haben Metalltransportboxen abgeschnitten. Den ausführlichen Bericht findest du hier.

Das Hundegeschirr und die Crash-Test-Fakten und Missverständnisse

Viele Hundegeschirre bieten nicht so viel Sicherheit im Auto

Leider wenden viele Hersteller von Autogeschirren bei der Werbung für ihre Produkte betrügerische Marketingpraktiken an. Dies kann dich in ein falsches Gefühl der Sicherheit wiegen und dir den Eindruck vermitteln, dass dein Hund sicherer ist, als du glaubst, dass er es ist.

Verblüffend – Hundegeschirr crashgetestet bedeutet nicht Test bestand

Viele Hersteller kennzeichnen ihre Hundegeschirre beispielsweise als crashgetestet. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie solche Tests bestanden haben – nur, dass sie das Testverfahren durchlaufen haben. Ist eigentlich der pure Wahnsinn, oder?

Andere Hersteller mögen ihr Hundegeschirr dazu bringen, einen Crashtest zu bestehen, aber der Test wurde von ihren eigenen Mitarbeitern oder ihrer Partnerunternehmen durchgeführt – dies ist kaum eine Möglichkeit, genaue oder unvoreingenommene Ergebnisse zu erhalten. Diese Art von Studien werden selten im Detail veröffentlicht, so dass es unmöglich ist, festzustellen, ob es sich um gültige Studien handelt oder nicht.

Ist das Hundegeschirr doch eine Alternative zur Transportbox im Auto?

Trotz dieser ernüchternden Fakten, können und wollen sich nicht alle Hundebesitzer eine teure Metalltransporbox zulegen. Bei einer Deutschen Dogge oder Irischen Wolfshund wird es da auch schon schwierig die richtige Größe zu finden. Wenn du trotz alledem ein Hundegeschirr für die Fahrt im Auto suchst hier ein paar wichtige Punkte, die du berücksichtigen solltest.

Die 5 wichtigsten Merkmale, die ein Hundegeschirr für eine Autofahrt mitbringen sollte

Merkmal 1 – Gute Passform des Hundegeschirrs

Achte auf Geschirre, die sich leicht anpassen lassen. Eine gute Passform ist für die Sicherheit unerlässlich, daher wähle ein Geschirr, das mehrere verschiedene Stellen für die Anpassung bietet. So kannst Du sicherstellen, dass dein Hund unabhängig von Größe und Form gut in das Geschirr passt. Dies ist besonders wichtig für dünne, schlaksige Rassen, wie Windhunde und einige andere.

Merkmal 2 – Doppelfunktion des Hundegeschirrs

Achte beim Hundegeschirr darauf, dass es sowohl für die Autofahrt als auch für den Spaziergang geeignet ist. Man will den Hund ja nicht ständig umziehen, wenn man mit ihm unterwegs ist. Einige der besten Autogeschirre lassen sich leicht aus dem Auto herausnehmen, so dass sie wie ein normales Geschirr verwendet werden können. Dies macht es viel einfacher, Ihren Hund anzuschnallen, insbesondere wenn Sie ihn im Laufe einer Fahrt mehrmals ein- und aussteigen lassen müssen.

Merkmal 3 – Bequem und breite Gurte

Das Hundegeschirre sollte bequeme und breite Gurte haben. Obwohl die Sicherheit der wichtigste Aspekt eines Autogeschirrs ist, achte darauf, dass es deinem Hund bequem passt und keine Unannehmlichkeiten bereitet. Breite Gurte tragen dazu bei, die Kräfte auf deinen Hund zu verteilen, und bieten einen viel bequemeren Sitz als schmale Gurte.

Merkmal 4 – Die Größe des Hundegeschirrs

Die richtige Größe des Hundegeschirrs auswählen. Leider werden einige der besten Autogeschirre für Hunde nur in Größen hergestellt, die für kleine Hunde geeignet sind. Große Hunde sind bei einem Unfall genauso verletzungsgefährdet (und, wie bereits erläutert, stellen sie eine größere Gefahr für dich dar), daher ist ein gutes Geschirr für sie genauso wichtig wie für ihre kleineren Gegenstücke.

Merkmal 5 – Sicherung Fahrzeuggurt oder Isofix

Das Hundegeschirr sollte Befestigungsmöglichkeiten haben um es z. B. an den Fahrzeuggurten oder den sogeannten Isofixvorrichtungen einzuklinken. Eine Transportbox sollte nach Möglichkeit auch mit einem Transportgurt zusätzlich gesichert werden, damit sie im Fall eins Unfalls nicht durch den Wagen schleudert.

Wo soll dein Hund im Auto mitfahren?

Hundegeschirr im Auto

Unsere lieben Vierbeiner behandeln wir oft wie unsere Kinder. Das bedeutet nicht nur die Verwendung eines geeigneten Geschirrs, sondern auch, dass er im sichersten Teil des Autos mitfährt. Im Allgemeinen bedeutet dies den Rücksitz.

Der Rücksitz des Autos ist für kleine und mittelgroße Hunde ideal

Der Rücksitz eines Autos bietet den größten Schutz für deinen Hund, da er zwischen den beiden Sitzreihen eingeschlossen und durch diese abgeschirmt wird. Zusätzlich kannst du durch die Sicherung auf dem Rücksitz verhindern, dass dein Hund um das Fahrerhaus herumkriecht und dich ablenkt.

Im Gegensatz dazu ist der Koffereaum die größte Knautschzone des Autos. Diese Knautschzone wird sich im Falle eines Unfalls sehr schnell verformen. Unter den Voraussetzung ist der Laderaum ein sehr schlechter Platz, um deinen Hund das Fahren zu ermöglichen. Auch der Vordersitz ist problematisch, da dein Hund nicht von der Windschutzscheibe abgeschirmt ist und Airbags beim Auslösen oft Hunde verletzen können – insbesondere kleine Hunde.

Ein Hund ohne Hundegeschirr oder andere Sicherung erhöht das Unfallrisiko im Auto

Hunde sind nicht nur eine Ablenkung, die das Unfallrisiko erhöhen – sie können auch zusätzliche Schäden und Verletzungen verursachen, wenn du einen Unfall mit Blechschaden hast. Das liegt daran, dass ungesicherte Hunde durch das Fahrerhaus deines Autos oder Lastwagens fliegen können.

Im günstigsten Fall entstehen nur leichte Verletzungen bei Hund und Halter

Im günstigsten Fall wird dein Hund nur auf dich aufschlagen und dir ein paar blaue Flecken zufügen; im schlimmsten Fall kann dein Hund jedoch mit genügend Kraft auf dich aufschlagen, um dir schwere Verletzungen zuzufügen. Selbst ein 10-Kilo-Hund wird bei einem Unfall mit einer Geschwindigkeit von 50 km pro Stunde eine Kraft von 225 kg erzeugen. Große Hunde sind sogar noch gefährlicher: Ein 80-Kilo-Hund kann bei einem Unfall mit einer Geschwindigkeit von 30 km pro Stunde eine Kraft von 1.100 kg erzeugen.

Diese Art von Kräften können dich sicherlich verletzen, und sie werden wahrscheinlich auch deinen Hund schwer verletzen. Es ist aber auch möglich, dass der Hund an deiner Stelle gegen ein Fenster schlägt. Dadurch kann er effektiv aus dem Fahrzeug geschleudert werden, was mit Sicherheit zu katastrophalen Verletzungen führen wird.

Sorge immer für einen optimalen Schutz für dich und deinen Hund während der Autofahrt.

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