Verhaltensauffälligkeiten bei Hunden werden von Hundebesitzern oft missverstanden oder falsch behandelt. Sie machen Fehler in der Hundeerziehung. Das führt dazu, dass Hundehalter, die Ihren Hund lieben, völlig verzweifelt sind. Sie wissen nicht mehr weiter, weil sie glauben, dass sie schon alles versucht haben.

So offenbaren sich Verhaltensprobleme bei Hunden

So genannte Problemhunde sind Hunde, deren Schicksal wegen ihres Verhaltens bereits beschlossene Sache ist. Dazu gehören Hunde, die unter leichten Auffälligkeiten leiden wie z.B. an der Leine ziehen, Dauerbellen, Sozialaggressionen zu anderen Hunden, ungehemmter Jagdtrieb oder Ungehorsam.

Auch Hunde, die überängstlich sind und bei jedem Geräusch zusammenzucken oder sich verkriechen, werden zu den Problemhunden gezählt.

Weitere Verhaltensprobleme enthüllt:

  • Hunde, die so hyperaktiv sind, dass sie nicht mehr kontrollierbar sind.
  • Hunde, die von einem Tag auf den anderen jeden Ihrer Artgenossen nur noch angreifen wollen.
  • Hunde, die sich trotz größter Mühe ihres Halters einfach nicht erziehen lassen.
  • Hunde, die sich nicht konzentrieren können.
  • Hunde, die weder über ein Lieblingsspielzeug noch über Leckerchen dazu zu bewegen sind, eine Aktion auszuführen.

Vielleicht bist du Anfänger in der Hundeerziehung, erwägst die Anschaffung eines Hundes oder möchtest deinem Hund einfach nur bei einem anspruchsvollen Problem helfen.
Ein umfassendes Verständnis der häufigsten Verhaltensprobleme von Hunden ist der erste Schritt zu deren Lösung und Vermeidung.
Eine solide Grundlage der Gehorsamkeitsausbildung wird dir helfen, viele dieser Probleme zu erkennen, zu verhindern und besser zu kontrollieren.

Hundeerziehung-Dalmatiner

5 ungewöhnliche Probleme, die Hundebesitzer an den Rand der Verzweiflung bringen

1. Bellen, attackieren, anpöbeln

Die meisten Hunde machen sich auf die eine oder andere Weise bemerkbar: Bellen, heulen, winseln und mehr. Zu häufiges Bellen wird als Verhaltensproblem betrachtet.

Bevor du übermäßiges Bellen korrigieren kannst, solltest du feststellen, warum dein Hund überhaupt bellt. Die häufigsten Arten von Hundegebell sind:

  1. Warnung oder Alarm
  2. Verspieltheit und Aufregung
  3. Aufmerksamkeitssuchende
  4. Angst
  5. Langeweile
  6. Reaktion auf andere Hunde

Lerne, übermäßiges Bellen zu kontrollieren. Trainiere mit deinem Hund die Befehle Bellen / Leise. Bleibe konsequent und geduldig. Gehe die Ursachen für das Bellen an. Engagement und Detailgenauigkeit können das Bellen eines Hundes stark beeinflussen.

 

2. Meister im Kauen

Kauen ist eine natürliche Aktivität für alle Hunde und ist außerdem für die meisten Hunde eine wichtige Tätigkeit.
Übermäßiges Kauen kann jedoch schnell zu einem Verhaltensproblem werden. Nämlich dann, wenn dein Hund Schäden verursacht. Zu den häufigsten Gründen, warum Hunde kauen, gehören:

  1. Welpenzahnen
  2. Langeweile oder überschüssige Energie
  3. Angst
  4. Neugierde (insbesondere bei Welpen)

Ermutige deinen Hund, auf den richtigen Dingen zu kauen, indem du ihm viele geeignete Kauspielzeuge zur Verfügung stellst. Halte persönliche Gebrauchsgegenstände von deinem Hund fern. Wenn du nicht zu Hause bist, platziere deinen Hund in einer Hundebox oder an einem Ort, wo er weniger Schaden anrichten kann.

Wenn du deinen Hund dabei erwischt, wie er etwas Falsches kaut, unterbrichst du ihn schnell mit einem deutlichen Geräusch. Ersetze den Gegenstand dann durch ein Kauspielzeug.
Eines der wichtigsten Dinge, die du tun kannst, ist dafür zu sorgen, dass dein Hund viel Bewegung bekommt. So verliert er seine überschüssige Energie und wird auf diese Weise stimuliert, anstatt sich dem Kauen zuzuwenden.

Hundeerziehung-Bulldogge

3.Punkten im Buddeln

Wenn sie die Gelegenheit dazu haben, werden die meisten Hunde buddeln; es ist eine Frage des Instinkts. Bestimmte Hunderassen, wie z.B. Terrier, sind aufgrund ihrer Jagdgewohnheiten, genauer gesagt ihrer genetischen Disposition anfälliger für das Wühlen. Im Allgemeinen buddeln die meisten Hunde aus den folgenden Gründen:

  1. Langeweile oder überschüssige Energie
  2. Angst oder Furcht
  3. Jagdinstinkt
  4. Komfortsuche (wie z. B. Abkühlung)
  5. Der Wunsch, Besitztümer (wie Knochen oder Spielzeug) zu verstecken
  6. Um zu entkommen oder Zugang zu einem anderen Gebiet zu erhalten

 

Hundeerziehung: Den Instinkt besiegen

Es kann ziemlich frustrierend werden, wenn dein Hund gerne den Garten umgräbt. Versuche, die Ursache für das Buddeln zu ermitteln und arbeite dann an der Beseitigung dieser Verhaltensauffälligkeit. Gib deinem Hund mehr Bewegung, verbringe mehr Zeit mit ihm und arbeite an einem zusätzlichen Training. Wenn das Wühlen irgendwann unvermeidbar ist, lege einen Bereich für deinen Hund an, in dem er frei graben kann, z.B. einen Sandkasten. Bringe deinem Hund bei, dass du es akzeptierst, wenn er nur in diesem Bereich buddelt.

 

4. Trennungsangst erfolgreich überwinden

Trennungsangst ist eines der am häufigsten diskutierten Verhaltensprobleme von Hunden. Zu den Erscheinungsformen gehören Lautäußerungen, Kauen, Urinieren, Kotabsatz und andere Formen der Beschädigung. Sie alle treten auf, wenn ein Hund von seinem Besitzer getrennt wird. Nicht alle diese Handlungen sind das Ergebnis von Trennungsangst.
Zu den Anzeichen echter Trennungsangst gehören:

  1. Der Hund wird ängstlich, wenn der Besitzer sich auf die Abreise vorbereitet.
  2. Fehlverhalten tritt in den ersten 15 bis 45 Minuten nach der Abreise des Besitzers auf.
  3. Der Hund möchte dem Besitzer ständig folgen.
  4. Der Hund versucht, den Besitzer wann immer möglich zu berühren.

Echte Trennungsangst erfordert ein spezielles Training im Rahmen der Hundeerziehung, das zu Verhaltensänderungen führt. In extremen Fällen kann auch eine Medikation empfohlen werden.

 

5. Überraschung: Dein Hund pullert in die Wohnung

Urinieren und Defäkation (Kot absetzen) in der Wohnung gehören zu den sehr frustrierenden Verhaltensweisen von Hunden. Sie können Bereiche deines Heims schädigen und deinen Hund an öffentlichen Orten oder in den Wohnungen anderer Menschen unwillkommen machen. Es ist besonders wichtig, dass du dieses Verhalten zuerst mit deinem Tierarzt besprichst, um gesundheitliche Probleme bei deinem Hund auszuschließen.
Wenn keine medizinische Ursache gefunden wird, versuche, den Grund für das Verhalten zu ermitteln, der auf eine der folgenden Ursachen zurückzuführen sein kann:

  1. Unterwürfigkeit/Aufregung beim Wasserlassen
  2. Territoriale Kennzeichnung
  3. Angst

Urinieren im Haus ist bei Welpen unvermeidlich, insbesondere in dem Alter von bis zu 12 Wochen. Bei älteren Hunden ist die Sache anders gelagert. Viele Hunde benötigen im Rahmen der Hundeerziehung eine ernsthafte Verhaltensänderung, um diese Gewohnheit abzulegen, sobald sie sich eingeprägt hat.
Gründe: Der Hund ist unsicher, weil er noch sehr jung ist. Wenn er aufgeregt ist, kann er auch die Kontrolle über die Blase verlieren. Trennungsangst könnte ein weiterer Grund sein.

Im Allgemeinen gilt, dass dein Hund für seine Unsauberkeit wegen eines Verhaltensproblems nicht von dir bestraft werden sollte. Eine Bestrafung kann das Verhalten noch verstärken.

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Chris
Gast

Vielen Dank für deinen Beitrag. Besonders das Buddeln im Garten war bei uns anfangs ein Problem. Unser Rocky hat gebündelt wo er wollte, ob da Blumen waren hat ihn nicht interessiert. Wir sind dann hergegangen und haben selber ein Loch gebudelt. Jetzt liegt Rocky gern im Loch im Sommer weil es da viel kühler ist.… Weiterlesen »

folyo kaplama
Gast

Eine tolle Seite, hier habe ich einiges über Hunde erfahren da ich mir bald einen Hund haben möchte.